Katrin Schuhen: Kriminalfall Mikroplastik – der Moment, wenn Wissen zur Verantwortung wird

Shownotes

Katrin ist promovierte Chemikerin und hat zehn Jahre lang in der Polymerindustrie geforscht. Sie kennt das Problem somit aus beiden Perspektiven. Im Jahr 2016 entwickelte ihr Team die sogenannten Hybridkieselgele: eine ungiftige, quarzsandbasierte Technologie, die Mikroplastik aus industriellem Abwasser entfernt und die Partikel recyclingfähig aufbereitet. Besonders interessant für Unternehmen ist dabei, dass ein Return on Invest durch Reduzierung der Abwassergebühren und durch Prozessoptimierung bereits nach zwei Jahren erfolgt.

In dieser Folge werden viele für uns alle extrem wichtige Themen behandelt:

Warum ist Trinkwasser in Deutschland sicher, obwohl industrielles Abwasser bis zu eine Million Plastikpartikel pro Liter enthalten kann?

Was Nanoplastik im Körper anrichten kann und welche Studien Schlaganfälle und Unfruchtbarkeit damit in Verbindung bringen.

Warum Katrin Wasser 3.0 bewusst als gemeinnützige GmbH gegründet hat und warum das klassische Investoren abschreckt.

Ob ein individuelles „plastikfreies Leben” wirklich hilft oder ob die Verantwortung nur von der Industrie auf uns abgewälzt wird.

Welche Quellen für Mikroplastik wir komplett unterschätzen (Spoiler: Zigarettenstummel, Schuhsohlen, Kunstrasen, recycelte Textilien, Kunststoff in der Autoherstellung).

Warum Bildung für Katrin der Generalschlüssel ist und was es mit der Donau-Beprobung im Juli auf sich hat.

• 🌐 Website Wasser 3.0: wasserdreinull.de • 🔗 LinkedIn Dr. Katrin Schuhen • 📗 Buch: Kriminalfall Mikroplastik • 📘 Buch: Rebellin des Wassers • 🌍 Global Map of Microplastics • 💛 Crowdfunding Donau-Beprobung: betterplace.org

Ich freue mich ebenfalls über Vernetzungsanfragen: https://www.linkedin.com/in/juergen-schoentauf/

Schreibt mir gerne ein Feedback zu der Folge an juergen@sinnstifter-kultur.de

https://sinnstifter-kultur.de/

Transkript anzeigen

00:00:00: Was haben Leitungswasser, Meeresfrüchte, Bierflaschen, Babywindeln und unser Körper gemeinsam?

00:00:06: Habt ihr eine Idee?

00:00:08: Okay dann hier ist mal die Lösung.

00:00:09: Sie alle enthalten Mikroplastik mehr oder weniger und wird jetzt vielleicht ein oder andere sagen kann ja nicht so schlimm sein wir leben ja auch noch.

00:00:18: Aber mal zum Vergleich.

00:00:19: Während der Treibhauseffekt bereits seit zweihundert Jahren bekannt ist und schon achtzehntundfünfzig CO² für die Erderwärmung verantwortlich gemacht wurde, gibt es immer noch eine ganze Menge Menschen, die den Klimawandel leugnen.

00:00:31: Das Thema Mikroplastik ist aber erst seit ein paar Jahren ins Bewusstsein der Menschen angekommen.

00:00:36: Erst in den letzten drei, vier Jahren wurde Mikro-Plastik als ernsthafte Gefahr für die Natur und auch für uns Menschen erkannt.

00:00:44: Wie lange wird es jetzt wohl noch dauern bis das in den Köpfen als wirklich ernsthafter Gefahr bei uns ankommt?

00:00:50: Und zwar am besten vor dem Mikro Plastikpartikeln, die bereits in den Gehirnen gefunden wurden!

00:00:55: Und natürlich ist ganz klar, wer für den Verbrauch und die Verbreitung vom Plastik verantwortlich gemacht wird.

00:01:01: Nämlich wir die Verbraucherinnen und Verbrauche.

00:01:05: Klar muss ja so sein.

00:01:07: aber ob das so stimmt?

00:01:09: Was wir idealerweise dagegen machen können darüber spreche ich heute mit meinem Gast.

00:01:14: der Mikroplastik ist kein Zukunftsproblem.

00:01:16: es ist passiert jetzt und zwar auch in uns.

00:01:20: wohin soll's gehen?

00:01:21: Leitbild entwickeln, Werte schärfen, Visionen aufzeigen.

00:01:25: Privater und unternehmerischer Erfolg ist eine Frage der Werte.

00:01:35: Stelle deinen Kompass neu ein!

00:01:38: Ideen gibt's jetzt im Podcast Gewinn mit Sinn von und mit Jürgen Schöntauf.

00:01:45: Erfolg isst eine Frage Der Werte.

00:01:48: Damit ein Hallo zur sechzigsten Folge von Gewinn mit Sinnen, dem Podcast rund um Sinnstiften des Unternehmertum.

00:01:54: Mein Name ist Jürgen Schöntauf und ich freue mich heute ganz besonders auf Dr.

00:01:58: Katrin Schuhen Gründerin und Geschäftsführerin von Wasser drei Punkt Null und Autorin der wirklich empfehlenswerten Bücher Die Wasserebellin und Kriminalfall Mikroplastik.

00:02:10: Herzlich willkommen liebe Katrin!

00:02:11: Schön dass wir heute sprechen können hier.

00:02:14: Ich freue mich auf, vielen Dank für die Einladung.

00:02:16: Kathrin ich habe es ja gerade schon so angeteasert aber die ersten Kunststoffe wurden ja eigentlich zu der gleichen Zeit erfunden also auch bekannt wurde das CO-Zwei verantwortlich für die Erhitzung der Erde ist.

00:02:27: Also sind schon so gut hundert und achtzig Jahre ne?

00:02:31: Aber erst in zweiundseinzebzig hat dann der Meeresbiologe Edward Karpen da eine Studie zum Thema Mikroplastik im Meer veröffentlicht.

00:02:39: Aber so ins Bewusstsein der Deutschen ist das Thema erst so.

00:02:42: glaube Hast du geschrieben, sie hat aus den Zehnen gekommen und dann auch nur so nach und nach.

00:02:48: Wie kommt das, dass dieses Thema noch von vielen so unterschätzt wird?

00:02:53: Wenn man sich die ganze Historie mal anschaut sieht man am Anfang waren die Alltagshelfer Und bei den Alltagshelfern ist es tatsächlich so?

00:03:00: Wir freuen uns daran, dass es sie gibt und wir freuen uns darum, dass wir sie einsetzen können und nutzen dürfen.

00:03:06: Und so war es eben bei den Kunststoffen auch.

00:03:09: Ich begann die Massenproduktion, dann kam zum Beispiel Produkte wie die Nylonstrümpfe, die Tupperware, die vielen Lego-Bausteine, Plain Mobile Figuren und so weiter und sofort.

00:03:19: Das heißt Mikroplastik überall als unseren Spielzeugen in den Alltagsprodukten, die wir verwenden in vielen, vielen Verpackungen.

00:03:28: Und sie waren ja ein Segen!

00:03:30: Irgendwann kam der Moment, wo man feststellte es ist nicht nur ein Sägen diese tollen Produkte zu haben sondern eben auch einen Fluch weil wir müssen uns ja auch um die Abfallrouten kümmern.

00:03:39: Und die Konfrontation mit den Abfallrutern kam dann als sichtbar Plastikmüll in der Umwelt immer mehr detektiert wurde und gesehen wurde große Plastikumlberge immer häufiger auch in den Medien aufgetaucht sind und man sich so fragte wie kann das eigentlich sein dass diese Alltagshelfer jetzt in unserer Umwelt liegen und so langsam aber stetig zu fallen.

00:04:01: Und das ist eine ganz spannende Geschichte, weil man eben ... als erstes nur in Produktionswegen gedacht hat und dann kam auf einmal der Abfallweg dazu.

00:04:08: Und die große Frage, was machen wir eigentlich?

00:04:10: Und im gleichen Atemzug eben auch die Mikroplastikdetektion.

00:04:15: Also man fand immer kleinere Partikel, man fand mehr und überall.

00:04:20: Im Essen, im Trinken, in der Luft... Das ist natürlich so ein Fortschritt in der Wissenschaft, dass man sich auf die Suche begibt, wo kommt's her, was kann man tun usw.

00:04:30: wirklich sehr, sehr spannend zu sehen wie sich diese Alltagshelfer-Diskussion dann in einer Umwelt Problematik umgemünzt hat und wie wir als Menschen, als Konsumenten damit rein ans zentrale Figuren gestellt wurden statt vorne in der Argumentation anzufangen.

00:04:48: Ja weil ja das schreibst du auch in deinen Büchern schon fast überall im Körper mittlerweile Mikroplastikpartikel gefunden wurde ne?

00:04:55: Und jetzt heißt dein aktuelles Buch ja auch Kriminalfall Mikro Plastik.

00:04:59: übrigens sehr schön was gerade Tapperware gesagt ne?

00:05:02: In der Eifel wo meine Frau herkommt dann so d-dupper Ware!

00:05:06: Aber die hatte er jeder Haushalt, aber guck mal wieder zurück zum Kriminalfall Mikroplastik.

00:05:12: Das habt ihr ja wirklich wie eine tatsächlich ganz spannende Ermittlungsakte aufgebaut und das ist dann auch ein recht starkes Framing.

00:05:20: man hat also sofort das Bild Täter Opfer im Kopf.

00:05:24: aber wir schienen dann das Problem ganz schnell zu sein dass es nicht nur massenweise Opfer gibt nämlich wir alle und die Umwelt, sondern auch durchaus einige Täter, die dann auch noch zusammenarbeiten.

00:05:38: Und da steht ein Satz in deinem Buch.

00:05:41: Liesest mir schon kalte Rücken runterlaufen nicht die Gesellschaft ist der Verursacher es sind die Produzenten.

00:05:46: eine Politik, die sie gewähren lässt klingt ja fast schon so bisschen umlösbar weil gegen die kommt man ja nicht so ohne weiteres an.

00:05:53: Na ja, ich sage mal die Politik und die Produzenten sind auch Teile der Gesellschaft.

00:05:59: Das sind da auch Menschen hinten dran.

00:06:00: Die Menschen haben Familie, die Menschen haben Kinder.

00:06:02: Die Leute wollen sauberes Wasser trinken.

00:06:05: Und dann tatsächlich immer auf der Fragestellungsseite warum muss man das... Auseinander separieren und warum kann man es nicht gesamtgesellschaftlich lösen?

00:06:15: Und warum braucht es Regulatorik, wenn man tatsächlich schaffen kann mit sinnvoller Aufklärungsarbeit, mit sinnfohlen Produktentwicklungen.

00:06:23: Mit sinnvollen politischen Regulatoriken die halt dann auch umgesetzt werden in... Zeit schienen die halt nicht, zwanzig fünfundzwanzig dreißig Jahre in die Zukunft schauen sondern vielleicht von heute auf morgen auch mal reagieren.

00:06:36: Dann schafft man es tatsächlich auch bei einem solch großen Thema wie Mikroplastik ein Turnaround einzuleiten.

00:06:41: aber wenn halt jeder selektiv nur betrachtet wird dann schafft Man nie dieses komplette Bild aufzuzeichnen.

00:06:47: und wir haben halt versucht mit Kriminalvermikro-Plastik wirklich einmal das gesamte Puzzle komplett auf den Tisch zu legen, so sagen das sind die Puzzleteile und jeder hat sein Paction zu tragen aber jede hat auch die Chance Dinge zu verändern.

00:07:02: Jetzt hast du gerade gesagt die haben ja selber Kinder muss ich leider einwenden.

00:07:06: Katharina Reichert drei Töchter würde ich März glaube ich auch und er hat sogar schon Enkel Juckt die der Klimawandel nicht und die ziehen ihre fossilen Industrie durch.

00:07:17: Deswegen wäre ich da so ein bisschen vorsichtig, aber kann es auch sein dass sich erst mal viele Menschen auch gerade in Deutschland sicher fühlen weil wir hier ja ohnehin das Land der Dinormen des TÜVS und vieler Vorschriften sind?

00:07:31: Und dann denken sie doch bestimmt auf viele.

00:07:34: auch das wird schon alles mit rechten Dingen zu geben.

00:07:36: Die wissen was sie tun.

00:07:37: dabei und das ist eine Zahl aus deinem Buch, die mich so ein bißchen geschockt hat Atmen, Erwachsene bis zu achtundsechzigtausend Mikroplastikpartikel täglich ein.

00:07:48: Kinder immerhin auch bis zur siebenvierzigtausende ist ja eine ihre Zahl.

00:07:53: und dann schreibst du dazu viele Produkte sind in Ordnung und Sie werden überprüft weil es nicht verpflichtend ist.

00:08:00: zugespitzt könnte man jetzt sagen Es gibt doch anscheinend schon eine kleine Gruppe, gewissenlose und jährige Menschen die uns systematisch mit den Produkten aus ihren Unternehmen vergiften.

00:08:11: Und die Politik weiß zwar Bescheid unternimmt aber nichts.

00:08:14: oder wäre das jetzt vielleicht ein bisschen zu hart ausgedrückt?

00:08:17: Die Frage also ich versuche es tatsächlich immer positiv zu frame.

00:08:21: die Frage ist ja was braucht es um hier eine sinnvolle Maßnahme zu ergreifen, damit es erst gar nicht so weit kommt.

00:08:28: Und das steht und fällt natürlich mit der Analytik.

00:08:30: Das fällt auch mit der Datenbereitstellung, mit der Datentransparenz und auch der Interpretation der Daten und dann auch dem Abschätzung eines Risiko-Potenzials.

00:08:40: Aber wenn ich halt politisch keine Datenaufzeichnung vorschreibe, kann hinten zu keinem Zeitpunkt ne sinnvollen Risiko... Analyse stattfinden und man kann auch nicht irgendwo abschätzen, welche Gefahren durch Produkte entstehen.

00:08:55: Diese Lücke zu schließen, das funktioniert tatsächlich nur mit einer sinnvollen einheitlichen Analytik.

00:09:01: Aber daran harpert es ja noch?

00:09:03: Genau!

00:09:04: Und daran harparts.

00:09:05: die EU-Kommission hat jetzt verabschiedet dass sie versucht in den nächsten achtzehn Monaten zumindest mal die Harmonisierung und Standardisierungsstandards nach vorne zu bringen eine Standardisierung oder eine standardisierte Methode in der Mikroplastik-Analytik zu etablieren.

00:09:20: Bei der Vielzahl an Möglichkeiten, die sich hier offerieren aus dem wissenschaftlichen Kontext aber auch aus anderen Bereichen und immer wieder den gleichen Fragestellungen habe da auf die Sauberkeit des Labors geachtet, hab da die Fremdkontamination eingedämmt und so weit sind die Daten wirklich valide?

00:09:38: Hab das überprüft?

00:09:39: Das sind halt unfassbar viele Datenpakete, die jetzt gemacht werden müssten um nach achtzehn Monaten auch diesen Standard so zu präsentieren, wie es die EU gerne hätte.

00:09:50: Oder man beschäftigt sich mal mit den Daten, die bereits da sind und das machen wir ja auch sehr intensiv und schaut halt, wie bekommt man diese Daten tatsächlich harmonisiert?

00:10:01: Wie bekommt man außergekräftige Informationen?

00:10:04: Und wie können dann aus diesen aussagekräftigen Informationen auch Maßnahmen abgeleitet werden?

00:10:09: Das ist eine superspannende Geschichte!

00:10:11: Weil dann stellt man nämlich sehr schnell fest, dass es eigentlich schon den Standard gibt.

00:10:15: Ja vielleicht müssen wir hier mal einen ganz kleinen Break machen für unsere Zuhörer.

00:10:18: und Zuhöre weil du weißt ja sehr wohl wovon du redest nicht nur weil du Unternehmerin bist vom Unternehmen Wasser drei Punkt Null das wäre jetzt erstmal okay.

00:10:25: ja Unternehmerinnen aber du bist ja selber Wissenschaftlerin Und du kommst aus der Chemie.

00:10:31: Du weißt also, wovon du redest?

00:10:34: Hast ein sehr ungewöhnlichen Werdegang von eigentlich ganz anderen Ideen mit Musikstudieren vielleicht Sport machen zur Chemikerin aber da hast du tatsächlich ja auch einen sehr tiefen Einblick.

00:10:45: Ich habe in der Polymerindustrie auf der einen Seite probiert, aber auch sehr lange gearbeitet.

00:10:50: Das heißt ich habe tatsächlich auch in Forschung und Entwicklung Polymer produzierendes Gewerbe viele Polymere herstellen lassen in den jeweiligen Anlagen- und Reaktoren und habe eben auch viel analytik betrieben.

00:11:02: das heißt ich kenne zumindest das Problem von der Einscheite schon sehr gut.

00:11:06: Von der anderen Seite habe ich mich dann genähert im Rahmen der Juniorprofessur, wo ich organisch und ökologische Chemie eben auch forcherisch wie auch im Bildungsbereich sechs Jahre lang vorangetrieben habe.

00:11:18: Aber jetzt schaue ich auf die andere Seite der Medaille.

00:11:21: Wie sieht es eigentlich mit dem Umweltproblem aus?

00:11:23: Schaue tatsächlich permanent auf beide Seiten.

00:11:26: Wo kommt sehr, was passiert in der Umwelt und wieder zurück?

00:11:31: Und kann dadurch sehr schnell korrelieren und auch ableiten wo Falschtrige sind, fehlinformationen existieren aber wo eben auch dann die Lösungsoptionen sich auftun.

00:11:42: Für mich als Chemikerin komme ich von der molekularen Ebene und für mich als pragmatisch denkenden Menschen überall da wo Mikroplastik ist muss es weg.

00:11:52: Und das sind so die Ansätze, die wir auch bei Wasser drei Punkt Null verfolgen.

00:11:56: Wo wir einfach sagen Wir sind eine gemeinnützige Organisation hier geht es nicht darum Profit zu generieren um des Profits willen sondern wir sind mit einem gesamtgesellschaftlichen Auftrag gestartet Wasser sauberes Wasser ohne Mikroplastik bereitzustellen und geben dafür einfach vierundzwanzig sieben alles.

00:12:13: gab's ja irgendwann mal So ein heuriker Moment wo du der Heurika kann man vielleicht nicht sagen aber wo du sagtest ach du Scheiße Mikroplastik ist ja echt ein ernsthaftes Problem.

00:12:24: oder gab es da mal so einen Moment, wo du sagst jetzt muss ich da aber noch mal tiefer reingehen?

00:12:28: Oder ist das im Laufe der Forschung nach und nach zu ins Bewusstsein gekommen.

00:12:34: Ja wenn man sich das anschaut wir haben zwei tausendsechzehn.

00:12:36: also vor zehn Jahren war die Fragestellung die wir uns selber im Rahmen der Forschungen gestellt haben können wir Mikro Plastik entfernen?

00:12:43: und Entfernung bedeutet für oder bedeutet immer noch für uns und bedeutete damals für uns, wie können wir tatsächlich Mikroplastik aus einem Prozess entnehmen?

00:12:52: um damit dann weiter arbeiten zu können.

00:12:55: Und das war die Fragestellung, wir haben gesagt, jetzt gehen wir in die technologische Entwicklungsarbeit und entwickeln eine komplett neue Technologie fernab von jeglichen Filtern, die das Problem nur verschleppen aber nicht lösen können und haben dann eben Heureka, die Hybrid-Kieselgehle entwickelt, die in der Lage sind, Mikroplastikpartikeln zu verklumpen und wie Popcorn an die Wasseroberfläche zu transportieren kann man super einfach abschöpfen Wasser ohne Mikroplastik und ein Produkt, mit dem man weiterarbeiten kann.

00:13:26: Das war Heureka!

00:13:28: Was aber damals noch nicht existierte, war die Analytik.

00:13:32: Sprich was wo ist der sinnvollste Ansatzpunkt für Heurekaa?

00:13:36: Die Lösung.

00:13:38: Und da mussten wir natürlich erstmal mit der Analytik hinterher sein Gewässeranalytik Kläranlagen-Analytik, industrielle Abwasseranalytik und Trinkwasseranalytic.

00:13:48: Und dann stellt sich fest in Trinkwassern haben wir kein Problem.

00:13:51: das ist das beste Überwachtes der Lebensmittel.

00:13:53: In Deutschland müssen wir keine Lösungen einsetzen.

00:13:56: also wir brauchen keine Filter oder irgendwelches Aufbereitungsanlagen für Strinkwasser.

00:14:01: Also das ist ja schon mal eine gute Nachricht für alle dass Leitungswasser hier in Deutschland kann man relativ unbeschadet trinken.

00:14:08: da muss man sich gar keine Sorgen machen

00:14:10: Genau.

00:14:10: Und dann war die zweite Frage, ist es der Ozean?

00:14:13: Weil viele denken ja Trillionen von Partikeln im Meer.

00:14:16: das ist eine Botschaft, die kommt über die Medien bei den Menschen an.

00:14:19: oh mein Gott!

00:14:20: Das Meer ist belastet wir werden alle sterben.

00:14:23: nein wenn man mal die Trillion von Partikelen auf die Menge des Wassers im Meer bezieht is ein Mikroplastikpartikel pro Liter.

00:14:30: Das heißt auch hier Macht es natürlich überhaupt keinen Sinn, diesen Mikroplastikpartikel pro Liter irgendwo in diesem Liter zu suchen um ihn dann zu entnehmen und wieder zur Verwertung.

00:14:39: Es ist einfach viel zu viel Wasser, viel zu hoch verdünnt!

00:14:41: Da wäre am besten das ganze Makro-Plastik rauszuholen damit es gar keine Mikro-Plastik.

00:14:45: Partikel entstehen

00:14:47: Genau.

00:14:47: Da wäre das ein sinnvoller Weg oder einfach auch zu verhindern, dass an Land viele Menschen den Müll ins Meer kippen.

00:14:55: Das wären sehr gute Maßnahmen an dieser Stelle.

00:14:58: Wenn man dann mal den Fluss hoch geht Richtung kommunale Kläranlage, Richtung die Industrien sieht man halt wie die Konzentration immer weiter ansteigen.

00:15:05: D.h.,

00:15:06: man hat dann Hotspots, die man definieren und identifizieren kann mit einer sinnvollen Analytik.

00:15:12: Das ist das kommunale Abwasser, das ist das industrielle Abwasser kommunalen Abwasser so hundert, manchmal auch mehr.

00:15:19: Manchmal ein bisschen weniger Partikel nach drei Reinigungsstufen und im industriellen Abwasser teilweise deutlich über eine Million Partikel pro Liter.

00:15:29: Eine Million Partikel pro Liter?

00:15:31: Ups!

00:15:32: Also die sieht man auch weil das ist nämlich dann so eine milchig drübe Suppe haben, die man dann vorfindet Und dann weiß man auch wo tatsächlich die sinnvollen Entfernung Strategien sind also wo es sinnvoll ist zu entfernen wenn man die Millionen Partikel Pro Liter aus dem Wasser an dem Ort der Entstehung entfernt und es gar nicht erst zur Weiterleitung in die Umwelt oder zur kommunalen Kläranlage kommt.

00:15:53: Dann kommt auch niemand an die Limits, weder die Umwelt noch die kommunale Klär-Anlage, die es dann managen muss.

00:15:59: Und dadurch können wir natürlich den Strom von Mikroplastik komplett in die Ozeane reduzieren.

00:16:04: An Land eine Lösung mit Schutz des globalen Mikro-Plastikemissionsspiegels.

00:16:09: Das

00:16:09: heißt du hast quasi zwei deiner Zielgruppen gerade im Land?

00:16:12: Das eine sind schon die Klär Anlagen Und das andere sind aber auch Unternehmen.

00:16:17: die quasi die Verursacher eigentlich sind.

00:16:20: Jetzt gibt es ja tatsächlich die neue EU-Kommunalwasserrichtlinie, der berühmte KAL, finde ich also nett, KAL kann man sich merken und er verpflichtet Kläranlagenbetreiber zur Einführung von einer vierten Reinigungsstufe um Mikroschadstoffe und andere schwerbaubare Substanzen zu entfernen.

00:16:37: Und da soll auch endlich mal das Verursacheprinzip rücksichtigt werden.

00:16:41: spielt euch das so in die Karten oder ihr schlecht für euch?

00:16:46: Du hast schon das richtige Wort genannt, es handelt sich um Mikroschadstoffe.

00:16:50: Und

00:16:51: Mikroschatstoffe ist nicht Mikroplastik.

00:16:54: Verdammt!

00:16:56: Also Mikroscharstoffe sind die typischen Pharmazeutika-Rückstände, Pestizide und alles was gelöst als Chemikalien im Wasser vorliegt.

00:17:07: Mikro Plastik ist alles was fest in dem Wasser vorlegt mit einer Größe kleiner.

00:17:13: fünf Millimeter also Partikel und das andere ist gelöst.

00:17:16: Das eine ist homogen verteilt, überall die gleiche Konzentration, das eine kann mal hier viel sein am nächsten Punkt wenig, am nächsten gar nix, am übernächsten wieder mega viel.

00:17:26: also da sind so die typischen Schwerpunkte Themen bei Mikroplastik, auch wenn es ums Monitoring geht.

00:17:32: Wo muss ich eigentlich was messen?

00:17:34: Damit ich überhaupt meine Aussage treffen kann?

00:17:36: und wie häufig muss ich messen.

00:17:38: Was Karl vorgibt ist eben wir müssen eine vierte Reinigungsstufe jetzt neu bauen für die kommunalen Kläranlagen, die sich um die Mikroschadstoffe kümmern.

00:17:46: Mikro-Plastik ist außen vor.

00:17:48: Ach so okay!

00:17:50: Mikro Plastik wird in einem Zweizeiler benannt.

00:17:53: Wir könnten ja mal anfangen zu monitoren zweimal im Jahr aber nur auf den großen Klärenladen.

00:18:00: Und wenn man zweimal im Jahr jeweils einmal Mikroplastik an einem bestimmten Tag beprobt, schafft man weder repräsentative Datenaufzeichnungen noch schafft dann irgendwie eine Regulatorin auf den Weg zu bringen die auf Daten beruht.

00:18:15: Die tatsächlich Sinn macht weil auch hier können wir sagen aus der Wasser drei Null Welt vier Jahre Mikro Plastik Monitoring.

00:18:22: Wir müssen mindestens zwei Mal im Monat aufzeichnen um überhaupt eine Aussage treffen zu können und am besten viermal im Monat, damit es tatsächlich dann auch in einer Vorsorgeprinzip beim Kläranlagenbetreiber geht.

00:18:36: Also dass man sagen kann hier erwarten wir höhere Mengen an Mikroplastik einträgen aufgrund von und dann kann der Klär-Anlagenbetriebe entsprechend darauf reagieren.

00:18:45: das ist tatsächlich in der Wasserwirtschaft absolute Zukunftsmusik Weil wenn man sich das vorstellt, es kommt sehr häufig vor dass in der Wasserwirtschaft der Kommune ein Klärentage wird.

00:18:55: Ein Wert also.

00:18:56: man nimmt eine Probe schickt diese Probe in ein externes analytisches Labor.

00:19:01: vier Wochen später schickt das externe analytische Labor den Bericht und sagt da war was drin.

00:19:06: Das hätte dann nicht drin sein dürfen.

00:19:08: Und dann sagt der Kläranlagenbetreiber, das ist aber schon seit vier Wochen auf dem Weg zur Nordsee.

00:19:13: Es ist tatsächlich ... Nachsorge ist nicht möglich und Vorsorge ist nur dann möglich wenn man die Daten entsprechend auch auswerden kann.

00:19:22: Damit sind wir im Budget natürlich wieder in der Frage wer soll's zahlen?

00:19:26: Wenn diese Datenaufzeichnung gemacht werden soll... Die Schere ist mit einem mal auf und die Schneide ist riesig, weil man natürlich der einseitige Werbe leisten will, dass wir weiterhin sauberes Wasser haben.

00:19:39: Aber eben auch die Komplexität der Eintragsfahrte aufzeichnen muss und es kostet alles Geld.

00:19:45: Das heißt, die Unternehmen werden jetzt auch nicht gerade begeistert sein wenn sie ankommt und ihnen anbietet das sie das jetzt bei sich machen sollen oder?

00:19:54: Oder haben die einen konkreten Return of Invest, wenn sie es machen?

00:19:59: Das wäre ja auch mal spannend dann zu wissen.

00:20:01: Also

00:20:03: das ist super spannender!

00:20:05: Bei uns geht's in der ersten Instanz, wenn wir mit Unternehmen sprechen, gehts nicht um das Thema Mikroplastik per se... sondern es geht darum, wie kann man eigentlich ein Prozessnachhaltiger gestalten?

00:20:14: Da kommen dann diese typischen Begriffe wie Circular Economy.

00:20:18: Wie kann ich Abfallströme reduzieren?

00:20:20: Wie kann die Prozesschemikalien reduzieren und mein Wasser wiederverwerten, um damit einfach Geld zu sparen durch sinnvolle Maßnahmen?

00:20:30: Und da spielt dann Energie eine Rolle, da spielt der CO-Footprint eine Rolle oder die Wasserqualität eine Rolle.

00:20:36: Damit ergeben sich dann unterschiedliche Ebenen, wo Mikroplastik für uns immer mitläuft, aber für die Unternehmen ein Add-on ist.

00:20:45: Und das ist halt super spannend zu sehen.

00:20:48: wie wenn man von dem Reinen was es möglich mit dem Abwasser aus dem industriellen Betrieb?

00:20:54: Was ist tatsächlich fürs Industrieunternehmen möglich an Geld zu sparen?

00:20:58: Das ist der eine wichtige Aspekt.

00:21:00: und was sind das für Benefits auf der langen Auf der langen Sicht für die Umwelt und die Gesellschaft.

00:21:07: Und damit kommt dann CSRD, trifft dann auf tatsächlich unmittelbaren Wirtschaftsfaktor.

00:21:13: also wie werden Prozesse günstiger und trotzdem nachhaltig und rentabel?

00:21:18: Wir hängen halt mit Mikroplastik-Entfernung mittendrin und zeigen eben wie der Weg aussehen kann.

00:21:23: Gibt es da Zahlen, die du nennen könntest was so ein Unternehmen tatsächlich sparen kann?

00:21:29: Alleine schon die Tatsache das eine Anlage dass wir den Abfallstrom qualifizieren.

00:21:42: für die Wiederverwertung, entstehen keine Abfallgebühren.

00:21:45: Sondern es entsteht tatsächlich in Return on Invest weil man ja die Produkte auch noch verkaufen kann.

00:21:50: Für den Widerverwertungszweig und dadurch das unsere Anlagen energetisch Ein tatsächlich nahezu kein Strom benötigen und viele Anlagen abgestellt werden können, die vielleicht in diesem Prozess integriert sind.

00:22:04: Die gar nicht notwendig werden kommt mit einem Mal richtig viel Geld zurück in die Kassen.

00:22:09: Und das Schöne ist, dass noch an der Stelle erwähnt, in vielen industriellen Prozessen werde ich Chemikalien eingesetzt um diesen Prozess überhaupt fahren zu können, um das Ziel mit dem jeweiligen Prozess erreichen zu können.

00:22:24: Und wir können dafür sorgen dass diese Chemikalien wiederverwertet werden und Chemikalie werden immer treuerer.

00:22:30: dadurch natürlich auch hier wiederum ein ziemlich guter Business Case.

00:22:34: Das sind ja schon eigentlich recht krasse Argumenten oder gute Nutzen.

00:22:38: und vor allen Dingen denke ich gerade wenn ein Unternehmen jetzt ohnehin Nachhaltigkeitsbericht macht, dann ist das ja auch durchaus eine sehr positive Geschichte dort.

00:22:48: Wenn man nachweisen kann dass man sich darum kümmert und dass man da auch diesen Teil mit berücksichtigt weil oft wird ja nur nach CO² was ich nicht geguckt und dieses Thema fällt ja oft noch so ein bisschen hinten runter ne?

00:23:03: Ja es geht tatsächlich um diese Wirtschaftlichkeitsbeachtung also sich hinzusetzen zu sagen Was kostet mein Prozess aktuell Und was kann ich mit wirklich richtig guten Maßnahmen innerhalb des Prozesses, wo auch der Prozessingenieur sagt, da gehe ich mit.

00:23:19: Das unterstütze ich voll und ganz!

00:23:21: Was kann ich tatsächlich an Kosten einsparen?

00:23:24: Wenn alle im Unternehmen also nicht nur das höhere Management von etwas begeistert sind sondern wirklich bottom-up von den Menschen die an den Anlagen stehen, da auch die Triebfeder dahinter ist an den Prozessen etwas herumzuschrauben um sie entsprechend zu optimieren und nicht einfach nur mit dem großen Kochlöffel irgendwelche Dinge zu verändern, dann wird da tatsächlich so ein ganzheitliches gesamtgesellschaftliches Konstrukt raus.

00:23:47: Und dann schafft man auch die Mitarbeiter zu motivieren und entsprechend auch dann die Maßnahmen... Im Unternehmen, lebensfähig in der Außenwelt zu gestalten.

00:23:57: Man schafft einen Kommunikationszweig in die Auswahl.

00:24:00: Das sind ganz spannende Dinge, die sich da mit einem mal ergeben und wo man eben den Mehrwert auch generieren kann.

00:24:06: Es kommen halt wichtige Begriffe dazu zusammen.

00:24:08: Einmal Wertschätzung natürlich gegenüber dem Menschen, gegenüber der Umwelt.

00:24:12: Es schafft Sinn innerhalb des Unternehmens.

00:24:15: Wenn Sinnstiftung im Unternehmen ist dann sind die Mitarbeiter meistens viel engagierter Und es ist natürlich sehr, sehr gut für das Image nach außen.

00:24:24: Es wird auch über so ein Unternehmen ganz anders geredet wenn man über solche Themen sagt.

00:24:29: also liebe Zuhörer und Zuhöre Wenn das für euch ein wichtiges Thema wäre im Unternehmen dann gibt's hinter in den Show Notes die Kontaktdaten bzw.

00:24:38: Kontakt zu Dr.

00:24:40: Katrin Schuhen und natürlich auch zu Wasser.

00:24:42: drei Punkt Null sodass ihr euch informieren könnt um mit denen da mal in Kontakt drehen können.

00:24:47: Dann macht er was für die Umwelt und spart eine Menge Geld.

00:24:50: Aber jetzt muss ich trotzdem mal fragen, du hast das Stichwort gerade gesagt, womit ihr arbeitet?

00:24:54: Euer heuriger Moment.

00:24:56: Hybrid-Kieselgele sind das Kieselsteine, die ins Wasser werfen oder was ist das?

00:25:03: Im Endeffekt ja!

00:25:05: Nein nicht ganz.

00:25:06: also.

00:25:07: Hybridkieselgelen sind Silicium Bioxidverbindungen.

00:25:11: Jetzt sagt jeder oh das hört sich ziemlich chemisch an es ist aber nichts weil es Quarzsand

00:25:16: Also das was ohnehin in der Umwelt überall gibt?

00:25:20: Genau, aber eben modifiziert.

00:25:22: Das ist eine alchimistische Reaktion.

00:25:23: die gab es schon an und da zumal.

00:25:26: Das is einer typischen Reaktionen wo man solche Vorläuferverbindungen von Quarzsand in Wasser zu einer neuen Verbindung und Wasser reagieren lässt.

00:25:35: Das ganze nennt sich Sol-Gihlprozess Und das Spannende ist einfach, dass man wenn man die richtigen Ausgangsverbindungen zusammennimmt.

00:25:42: Die auch noch testet ob sie giftig sind oder nicht giftig und weiß, dass sie nicht giftigt sind.

00:25:48: Dann neigen die dazu zu verklumpen.

00:25:50: entweder wenn sie zu hoch dosiert sind mit sich selber dann reagieren die ähnlich ab wie bei Mikroplastik da sind oder man weiß genau Ah!

00:25:57: Da ist so viel Mikro-Plastik drin.

00:25:59: Dann gebe ich genau meine Menge an Hybridkieselgel dazu.

00:26:03: Dann kommt es auch zum Verklumpten.

00:26:05: Es entsteht... keine giftige Verbindung vorwährend nach dem Prozess.

00:26:10: Das heißt, es ist uns natürlich extrem wichtig weil wir sehr nah an der Umwelt agieren dass wir eben gewährleisten können das hier nichts Negatives passiert weder für Mensch, Umwelt noch für die Tiere und die Pflanzen.

00:26:23: Und am Ende des Tages wird das Produkt also unsere sogenannten Akklamerate auch wieder entnehmen können.

00:26:28: Genau du hast gerade mal gesagt die kann man weiter verwerten.

00:26:30: Für was werden sie weiter verwertet?

00:26:32: Man muss sich das so vorstellen, dass man jedes einzelne Produkt aus den jeweiligen Prozessen qualifizieren muss.

00:26:38: Das läuft bei uns durch einen Analytik-Programm durch – das machen wir auch nicht selber, sondern das lassen wir externe zerdifizierten und qualifizinieren damit wir hier auf der sicheren Seite sind wo dann der Weg in die Wiederverwertung gehen kann.

00:26:50: Es kann die Bauindustrie sein, es kann dann in die Straßenkonstruktion gehen, es können komplett neue Produkte geben macht sich tatsächlich, also ergeben sich unfassbar viele Optionen entlang der Qualifizierung des Produkts.

00:27:05: Weil auch hier ist es natürlich extrem wichtig jetzt kann jeder sagen das sind die Aklomerade da hängt Mikroplastik drin.

00:27:10: was passiert wenn dann in den Produkt das einfach wieder rausgeht?

00:27:13: Ist es ja auch wieder in der Umwelt genau das zu gewährleisten dass es zu keinem Zeitpunkt zu einem sogenannten Leaching kommt.

00:27:19: das heißt das irgendwelche Stoffe in diesen Akklomeraten aus dem Akklamerat raus, in die Umwelt gehen oder dass da irgendwelche Mikroplastikpartikel dann doch wieder in die Umwelt gehen.

00:27:29: Genau diese Untersuchungen werden im Vorfeld gemacht bevor großtechnisch ein Produkt hergestellt wird damit einfach klar ist Die Prozesskette ist sauber.

00:27:39: Die Prozesskette hat keine negativen Einflüsse auf die Umwelt und die Prozess Kette ist vor allen Dingen auch rettabel.

00:27:46: Das klingt auf jeden Fall so als ob es sehr schlüssig ist.

00:27:50: Klingt für mich Aber so ist das jetzt irgendwie eine Riesenanlage, die man da aufbauen muss.

00:27:55: Oder was muss man sich davor stellen?

00:27:57: Wenn ich als Unternehmen sage ja klingt für uns super können wir machen und das würde bei uns sehr gut passen aber... Was kommt denn da so auf mich zu?

00:28:08: Und genau hier ist es eigentlich auch wieder spannend zu sehen wie die Industrie reagiert wenn er sagt was braucht ihr denn also?

00:28:13: wie viel Wasser soll behandelt werden und wie viel Platz habt ihr zur Verfügung?

00:28:18: Oder wie viel Platz bekommen wir von euch?

00:28:20: Das heißt, es sind Anlagen.

00:28:22: Die sind teilweise sehr klein und kompakt verbaut wenn einfach der Platz bedarf.

00:28:26: Manchmal stehen sie höher, manchmal stehen sie niedriger je nachdem wie tatsächlich das Anforderungsprofil ist Und auch an unterschiedlichen Orten im Prozess und man muss sich das so vorstellen Es ist eigentlich nichts anderes als ein großer Kochtopf.

00:28:40: da wird das Wasser eingeleitet Da gibt's entweder einen Rührer oder es wird entsprechend mit der Hange abdrücken Also mit der Erdanziehungskraft gearbeitet und man erzeugt dann diesen Wirbelstrom.

00:28:53: Und in diesem Wirbelström erfolgt die Lokalisation, der Partikel und die Zudossierung des Hybridkiesen gilt es ist tatsächlich das ist kein Rocket Science das erfordert auch jetzt nicht unfassbare Weiterbildung, sondern das ist tatsächlich mit einem Train-to-Trainer-Konzept super einfach von Mensch zu Mensch weiterzugeben.

00:29:11: So dass es bedienen einfach ist.

00:29:13: man hat ein geschultes Personal aber man muss nicht studieren und man muss auch nicht drei Ausbildungen obendrauf setzen um so eine Anlage betreiben zu können.

00:29:22: und dadurch schaffen wir natürlich auch die Möglichkeiten für eine Skalierung im globalen Kontext weil wenn's ne Anlage wäre die einfach per se schon mal eine Million Euro kostet verschiedene Industrie überhaupt nicht leisten.

00:29:35: Und wollen sie es auch nicht leisten?

00:29:36: Das sind die Investitionskosten gar nicht möglich, dass sie gedeckt werden.

00:29:40: und wir sagen nee, wir arbeiten lieber mit klein und kompakt und mit wenig Investment und mit hohem Return on Invest nämlich weniger als zwei Jahre.

00:29:49: das schafft man eigentlich mit kaum einer Technologie.

00:29:52: Dass ist eine gute Zeit ja!

00:29:53: Dass

00:29:53: man weniger als zweijahre benötigt um das Ganze dann auf nachher auf Geld verdienen zu stellen und entsprechend in der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung auch im höheren Management besser dastehen zu können.

00:30:05: Und zwei Jahre kann man kurzfristig mit einem kleinen Minus, nämlich in einem Investmentleben.

00:30:11: Wenn er her die positiven Zahlen geschrieben werden.

00:30:13: Ist das ein patentiertes Verfahren?

00:30:15: Es ist ein patentiertes Verfahren aber nur aufgrund der Tatsache dass wir uns vor Kopien anderer schützen wollen.

00:30:22: es ist Open Access für alle dies nutzen wollen.

00:30:25: und wir haben damals uns genau für diesen Weg auch aus der Gemeinnützigkeit heraus entschieden weil wir gesagt haben es soll kein Deckel drauf sein Aber es soll auch nicht irgendein anderes Unternehmen dieses Patentschreiben können, um uns das Wasser abzugraben und sich selber zu bereichern.

00:30:41: Und deswegen ist es eine sogenannte Open Innovation mit globaler Verfügbarkeit für alle die das nutzen wollen und damit eben auch offen für unmittelbaren Anwendungstransferen.

00:30:52: Das können auch Unternehmen, die in der Wasservirtschaft sind genauso übernehmen.

00:30:56: Du hast ja auch in dem Interview der Brandeins gesagt, dass du überzeugt bist, dass man ein Problem wie Mikroplastik gar nicht mit Profitlogik lösen kann.

00:31:04: Deswegen habt ihr dieses kleine hübsche G vor der GmbH stehen für gemeinnützig.

00:31:10: aber ich glaube das ist so eine Buchstabe der Investoren eher so ein bisschen abschreckt oder?

00:31:17: Der schreckt nicht nur Investoren ab, der muss auch immer erklärt werden.

00:31:20: Also warum man tatsächlich diesen Weg der Gemeinnützigkeit beschreitet wenn man doch eine Technologie-Innovation hat und Millionen von Euro machen könnte?

00:31:29: Und wenn man dann sagt es geht nicht um die Millionen von Euros oder die Insel auch Maledin, die mir alleine gehört interessiert

00:31:35: mich.

00:31:35: Wollte ich noch sagen, warum machen wir das Interview nicht von deiner Yacht aus?

00:31:41: Weil tatsächlich dann Werte und die Einstellungen zum Leben, zur Zukunft des Planeten deutlich mehr nach vorne getrieben werden in unserem Handeln.

00:31:51: Insgesamt bei Wasser drei Punkt null nicht nur bei mir.

00:31:53: Und wir einfach gar nicht so gepult sind.

00:31:55: also Wir haben halt gesagt für uns ist es wichtig dass es irgendwann In der Gemeinnützigkeit so läuft das wir Die Gewinne die tatsächlich auch real existieren.

00:32:05: so eine gemeinnützigkeit hat drei Säulen Idealem Bereich, das ist typisches Spendenthema.

00:32:11: Dann gibt es den idealen Zweckbetrieb.

00:32:12: da gehört dann auch Sponsoring dazu und Forschungsaufträge Und dann gibt's halt ganz normale Dienstleistungsaufträge die da mit rein spielen.

00:32:20: Das ist der ganz normale wirtschaftliche Geschäftsbetrieb.

00:32:24: Wir haben zu uns gesagt Es geht nicht darum dass Geld abfließt aus dem Unternehmen an externe Investoren zum Beispiel sondern wir wollen das alles was angewinnen existiert, im Unternehmen bleibt und reinvestiert wird.

00:32:38: Und genau dieses Konstrukt ist halt dieses Selbstbefeuern der eigenen Forschung und Entwicklungstätigkeiten.

00:32:44: müssen wir nicht für jeden kleinen Schritt den wir machten in Forschungsantrag schreiben sind viel schneller im Handeln und dadurch natürlich auch viel schneller Im Bereich der Lösungen und auch im Bereich der Kommunikation auf Klebbungsarbeit und auch in unsere Bildungsinitiativen.

00:32:58: klappt das denn gut?

00:33:00: Ich würde sagen zwei vor, eins zurück.

00:33:02: Es ist immer dieses typische, dass man kurz mal atmen muss bevor man die Antwort gibt's.

00:33:09: Ich finde tatsächlich es gibt unfassbar viele sehr gute Projekte und es gibt unfassbar viel Geld, die in komischen Projekten laufen wo man sich die Frage stellt wie so... laufen jetzt die Menschen dorthin und warum wird nicht woanders investiert.

00:33:24: Das ist aber die Kritik am Marketing, an den Menschen, die spenden.

00:33:30: Sondern Spendenbereitschaft ist ja super das sie existiert.

00:33:33: Ich würde mir halt wünschen dass die Spenderinnen und Spender auch die notwendige Transparenz erhalten, wo das Geld tatsächlich hinfliegt im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Privatschat oder in dem bürokratischen Apparat von großen SpendenehmerInnen oder eben in direktes Handeln an der Basis.

00:33:53: Und es gibt unfassbar viele supergute Initiativen, die genau an der basis aktieren und die Krebsen tatsächlich.

00:33:59: Also wenn jetzt die Bundesregierung nicht die Luftverkehrs-Tickets, also nur die Steuer gesenkt hätte... Und die dreihundertfünfzig Millionen euch gegeben hätte.

00:34:10: Was könnte ihr dann alles machen?

00:34:12: Mit dreieinhalbzig Millionen.

00:34:14: Ich würde wahrscheinlich erst mal viel darüber nachdenken, wer sonst noch alles was von den dreienhundert fünfzig Millionen abbekommen sollte damit man es einer Last, einer Schulter auf verschiedene Schultern verteilt die alle ihren Impact dann leisten können und dürfen.

00:34:28: Also das wäre der erste Punkt und mit dem Teil der für uns übrig bleibt würden wir tatsächlich in die Skalierung gehen sowohl technologischen Skalierungen aber eben auch in der Bildungsskalierung.

00:34:39: Das heißt sehr viel auch in die Bildungsaktivitäten in den Schulen zu bringen.

00:34:44: Das ist eines meiner Herzensprojekte wo ich einfach sage je mehr Schulen und je mehr Schülerinnen und Schüler schon heute hervorragend aufgeklärt werden zu den Themen der Zukunft und die Themen der Zeit, auch den Krisen der Zeit.

00:34:59: Positivismus verstrahlt in die Welt hinaus strahlt und eben entsprechend auch Lösungswege aufzeigt, desto resilienter wird auch die Jugend im Erwachsen sein werden.

00:35:12: Und diese Resilienz jetzt schon zu fördern ist einfach ein ganz wichtiges

00:35:18: Punkt.

00:35:18: Ja das hast du ja auch geschrieben eine Bildung ist so für dich der Generalschlüssel und ich finde auch damit bedient er mein Lieblings-SDG.

00:35:24: Nummer vier Bildung finde ich auch, dass damit unglaublich viele Probleme gelöst werden könnten wenn die Menschen einfach besser Bescheid wissen und letztendlich ist das Wissen darüber ja auch besser im Hirn aufgehoben als die Mikroplastikpartikel nämlich mal an.

00:35:40: Ja und es gibt nichts Schöneres als viele strahlende Kinder, die einfach begeistert an diesem Thema forschen und sich weiterentwickeln und dann auch Konzepte mit in ihren anderen... Abendstisch bringen, wo dann die Eltern auch mit dransitzen.

00:35:55: Wo man einfach mal über andere Themen spricht, wo das Handy auch mal kurzfristig zur Seite gelegt wird und sich in die Augen schaut sagt was haben wir denn heute alles erlebt?

00:36:04: Und wo einfach eine ganz andere Kommunikationskultur auch mit einem Schlag wieder entsteht.

00:36:07: Da habt

00:36:07: ihr ja auch etwas entwickelt dass man quasi jeder selber sich so als Ermittler in dem Wasser Fall beteiligen kann.

00:36:16: Man kann bei euch so ein Analysekit bestellen

00:36:19: Ja und das ist das leidige

00:36:21: Thema,

00:36:21: du sagst es schon.

00:36:22: Es ist bestellend also es tatsächlich so dass man natürlich das kostet Geld.

00:36:27: Also Analytik ist wirklich eine ziemlich teure Geschichte und wir haben natürlich mit der Global Map of Microplastics auf der einen Seite diese transparente Mikroplastikbelastung sichtbar gemacht und machen sie auch kontinuierlich sichtbaum in allen neuen Punkten die dazukommen.

00:36:42: aber solche Schulprojekte und auch die Integration der Analytics in Citizen Science Projekten die kostet einfach.

00:36:50: Das ist so die Crux bei der Sache, dass wir natürlich unfassbar viele Schülerinnen und Schüler haben, die uns eine E-Mail schreiben und sagen, wir würden gerne mitmachen.

00:36:59: Wir können sie tatsächlich nicht kostenfrei rausgeben weil ansonsten müssen wir zusperren.

00:37:07: Die Eltern gibt immer zwei, drei Eltern an jeder Schule die vielleicht im Elternbeirat sitzen und die sagen okay wir kaufen jetzt für die Schulen entsprechend fürs Schuljahr XY-Zahl-Analytik-Kits.

00:37:19: Und dann wird es über die Klasse verteilt und dann kriegt das.

00:37:24: jeder von der siebten achten Klasse bis zum Abitur bekommt einfach die Möglichkeiten da auch zu messen sich direkt zu verteiligen und das Thema im Unterricht zu behandeln, dann wäre ziemlich viel Gutes passiert.

00:37:38: Und bei uns geht es auch hier darum, dass nach vorne zu bringen die Daten aufzuzeichnen, auch wirklich die Menschen mitzunehmen in einem Lösungsweg von der Bildungsebene an.

00:37:50: aber wir können's halt nicht aus der eigenen Tasche zahlen weil wir selbst nicht eine eigene Tasche haben und dafür braucht es viele Sponsoren und Menschen die sagen jeder Euro zählt.

00:38:00: Können wir dafür nicht so ein Crowdfunding-Projekt machen?

00:38:02: Wir haben jetzt einen Crowdfunding Projekt gestartet.

00:38:05: Bei uns läuft im Juli die große Donaubeprobung, das ist tatsächlich so ein kleiner interner Weltrekordversuch.

00:38:13: wie schnell schafft man es, die gesamte Donau auf zwei tausend achtundfünfzig Kilometer zu beproben und die Daten zu kommunizieren.

00:38:21: Und das startet im Juli, und dafür haben wir tatsächlich bei Better Place ein Crowdfunding initiiert.

00:38:27: Wir machen es im Rahmen unserer Möglichkeiten mit Marketing übrigens nach vorne aber ihr wisst selber wie's ist.

00:38:34: man kann immer mehr machen dann kommt auch bestimmt mehr rum.

00:38:37: Aber wir haben halt auch noch viele andere Dinge zu untersenken.

00:38:40: Das hoffen wir immer auf Mund-zu-Mund-Propagat.

00:38:42: Kommen

00:38:42: nützen wir das hier.

00:38:43: Aufruf an alle Donauanreiner oder Donauurlauber in den nächsten Wochen Guckt mal bei Wasser drei Punkt Null und macht damit das lohnt sich mit Sicherheit.

00:38:52: Das heißt, kann man denn euch auch spenden?

00:38:55: Klar, wir sind ganz normal spendenbegünstigt.

00:38:58: Es gibt auch einen Spenden-Button bei uns auf der Seite.

00:39:02: Wir bieten auch verschiedene Konzepte an für Unternehmerinnen und Unternehmer die sagen, wir wollen aktiv werden aber vielleicht haben nicht das Mikroplastikproblem oder sehen es nicht.

00:39:11: Aber wir würden trotzdem gerne was machen im Rahmen unserer CSRD Berichterstattungen.

00:39:17: Und hier gibt's ganz viele Möglichkeiten Optionen Gemeinschaftlich alleine aktiv zu werden.

00:39:24: Das findet jeder irgendwie ein Zuhause bei uns.

00:39:27: Aber was hast du ja gerade schon angesprochen, auch wenn du jetzt die Möglichkeit hättest, dreihundertfünfzig Millionen zu bekommen?

00:39:33: Du würdest sofort auch an andere Impact-Unternehmen das verteilen.

00:39:39: Das denke ich zeigt dir auch schon ganz gut wie du so tickst.

00:39:43: Also was müsste sich eigentlich auch generell am Investorenmarkt ändern, dass eben auch so Impact-Unternehmen wie Wasser.null leichter an Kapital kommen kann?

00:39:54: Das ist da ein Vorschlag, eine Idee!

00:39:57: Die Business-Modelle werden wir nicht neu stricken können.

00:40:00: Also die sind einfach zu lange und zu traditionell gewachsen, und es sind auch viel zu viele Menschen, die auch in jungen Jahren innerhalb des Studiums genau schon diese traditionellen Strukturen rein entwickelt werden.

00:40:14: gar nicht diese Bewegung und alternative hybride Kapitalmodelle mal betrachtet werden.

00:40:20: Aber es gibt immer diese kleinen Leuchttürme, es gibt die kleinen Gruppierungen an Menschen, die tatsächlich auch alternative Wege gehen.

00:40:28: Und wenn man diese Menschen sichtbar macht im Investorenkreis dann wird's auch sehr spannend für die Sozialunternehmerinnen und Unternehmer weil sie nämlich genau mit diesen Menschen zusammenkommen.

00:40:39: Momentan sind das noch nicht wirklich viele die tatsächlich so denken und handeln.

00:40:44: Und wenn man aber mal in binomischen Formeln denken würde, kann man da

00:40:48: relativ

00:40:49: schnell auch das Wachstum dahin dran sehen, wenn einfach die Aufklärungsarbeit auch im Investorenbereich stärker vorangetrieben wird was es für Möglichkeiten gibt, wenn man sich einmal von den reinen wirtschaftsgetriebenen Businessmodellen verabschiedet.

00:41:04: Es wird immer die Frage sein, was ist drin für mich?

00:41:09: Gibt es hier eine Exit-Strategie?

00:41:10: Nein.

00:41:11: Es gibt nicht nur ein halbes Prozent mehr.

00:41:15: Wenn ich investiere ... Das sind legitime Fragen.

00:41:18: Aber man sollte sie nicht als Entscheidungsmarker so fest im Boden verankern, dass sie dann einen K.O.-Kriterium sind, wenn man sie nicht bekommt.

00:41:27: Sondern man sollte auch mal kurz den Impact ... gegenüber dem wirtschaftlichen, rein in wirtschaftliche Interessen stellen und dann sinnvoll überlegen mache ich oder mache nicht.

00:41:39: Vielleicht streifen wäre ja die eine oder andere Biografie mit diesem Podcast.

00:41:43: wer weiß?

00:41:43: Ich mag dieses Bild!

00:41:44: Ich habe das mal am Pastor gefragt ob er nicht irgendwie angekriegt ist.

00:41:47: da sind immer die Leute bei den Predigten einschlafen und der meinte er ach weißt du Jürgen wenn ich eine Biografiestreife habe ich doch schon ganz viel erreicht.

00:41:55: deswegen wer weiß wen wir heute streifen?

00:41:58: aber vielleicht gehen wir nochmal Einmal wieder einen Schritt zurück und nochmal etwas tiefer in das Thema rein, um vielleicht auch noch mal klar zu machen warum es so wichtig ist dass wir uns jetzt damit beschäftigen.

00:42:11: denn tatsächlich dass wir Mikroplastik täglich aufnehmen.

00:42:16: Wir atmen Fasern ein, es kommt über das Essen auf unserem Teller.

00:42:21: Wir haben inzwischen Mikro-Plastik im Blut und Lungengewebe sogar im Gehirn.

00:42:25: Es wurde in der Plazenta von Schwangeren entdeckt.

00:42:28: Das wurde in den Hoden vor Männern entdeckt.

00:42:30: die Gefahr besteht, dass das unfruchtbar macht.

00:42:32: also was bedeutet das eigentlich konkret für uns wenn wir nichts machen?

00:42:37: Was weiß die Wissenschaft da über gesundheitliche Folgen für Menschen?

00:42:41: Die gesundheitlichen Folgen sind immer unfassbar schwer abzuschätzen, weil es natürlich so der Mensch ist ein Individuum.

00:42:48: Und formal muss man davon ausgehen dass ein Partikel egal welcher Art ob das jetzt Nanopartikel ist Schwermetall basiert oder Ob das Mikroplastikpartikel isst.

00:43:00: Es kann uns krank machen Weil wir einfach nicht wissen wie dieser Partikel durch den Körper wandert und an welcher Stelle er vielleicht falsch

00:43:08: abbiegt.

00:43:10: Bei den meisten Partikeln, auch in der bestimmten Größe kann man sagen wie wenn man sie zu sich nimmt verlassen es hier auch unbeschadet in der Regel den Körper.

00:43:18: Werden diese Partikel kleiner und immer kleiner und noch kleiner?

00:43:23: Und sind dann irgendwann in dieser Nanoskalierung also dass wir da bei der nanoplastikpartikel landen und haben natürlich diesen Übergang Plutierenschranke und eine höhere Wahrscheinlichkeit das natürlich auch in Gewebe Mikroplastik zu finden ist.

00:43:37: Oder dann halt auch diese Plax, die zum Beispiel einen Schlaganfall auslösen können und nicht mehr irgendwelche Ablagerungen sind, die auf Kalk basiert sind sondern wo man dann sagt oh das war jetzt vielleicht dann Mikro-Plastik.

00:43:52: Und diesen Dingen sollte man sich also man sollte es nicht als Panikmacher sehen, sondern man sollte sich eben bewusst machen je höher man sich Mikro Plastik Emissionen aussetzt desto höher die Gefahr natürlich, dass es krank macht.

00:44:07: Dann gibt es aber Wege, wie man sich helfen kann.

00:44:10: Ich sage mal für alle die im Büro zu Hause oder irgendwo viel Teppichböden haben, lüftet halt öfter Mal dann frische Luft verteilt Mikroplastik aus dem Raum heraus in die Umwelt ist ein erstes, da kannst du auch nicht entfernen Aber das ist zumindest mal aus den Innenräumen raus.

00:44:27: und in den Innenräumen Haben wir hohe Mikro-Plastikkonsentration weil wir einfach Kleidung tragen weil die Teppischböten weil wir viele typische Büromöbel und so weiter.

00:44:39: Die Rollen vom Stuhl über den Boden.

00:44:42: jedes Mal entsteht irgendwo ein Mikroplastik Abrieb, dessen sollten wir uns halt bewusst sein.

00:44:46: das heißt für alle die hier draußen unterwegs sind sinkt schon mal die Belastung.

00:44:51: Ich war ja geschockt.

00:44:52: ehrlich gesagt als ich das Buch gelesen habe also zum einen Reifenabrieb kannte ich das Problem, ließ man ja auch immer wieder bei dem Thema.

00:45:01: Aber was ich überhaupt nicht auf dem Schirm hatte, was genauso logisch ist in Schuhsohlen, worüber du schreibst?

00:45:07: Da denkt man gar nicht drüber nach oder was sich den totalen Hammer findet... Ich bin jetzt kein Rauch, aber ich habe da einen weiteren auf LinkedIn gemacht, vielleicht hast du ihn gesehen, weil wir das so beim Storzieren gehen durch den Kopf ging.

00:45:18: Also geschrieben, dass es in jedem Zigarettenstummel, Filterstumel können bis zu siebentausend Chemikalien und zweihundert über zweieinhalbfünfzig krankmachende Stoffe drin sein.

00:45:29: Und einen Stummel in der Natur kann bis zu tausend Liter Wasser total kontaminieren, dann habe ich da mal irgendwie innerhalb weiß ich nicht von zwei drei hundert Metern nur auf meinem Weg und das ist ja nicht die ganze Straße.

00:45:42: Irgendwie dreißigvierzig Zigarettenstummel eingesammeln dachte ich ach du Scheiße.

00:45:48: Da wird ja.

00:45:49: also.

00:45:50: Also welche Quellen und welche Ursachen für Mikroplastik werden eigentlich von uns so völlig unterschätzt?

00:45:57: Also, eine ist ja die Schuhsohle.

00:45:59: Dann haben wir dieses typische Thema Kunststrafenplätze.

00:46:03: Da ploppt natürlich dann auch das Thema PFAS relativ schnell auf.

00:46:07: Das sind dann die andere Schadstoffklasse, die jeder vielleicht schon mal gehört hat – die sogenannten organisch-chemischen Verbindungen.

00:46:17: Und was ich auch immer wieder sehr, sehr spannend finde ist die Fragestellung.

00:46:24: Wo erwartet man es tatsächlich nicht?

00:46:27: Ja und dieses Erwartet man nicht.

00:46:30: wenn man im Auto, wenn das Auto gebaut wird.

00:46:36: Finde ich halt immer ganz spannend sagen okay das Auto hat dann irgendwelche Armaturen.

00:46:40: Die sind alle verbaut aber auf dem Weg bis dass die Armatur am Auto isst entsteht in jedem einzelnen Prozessschritt Mikroplastik bei der Verarbeitung der Produkte.

00:46:50: Und das ist so aus den Augen, aus dem Sinn wenn wir das Auto sehen oder auch die Thematik dass es Auto, wenn es ein E-Fahrzeug ist schwerer ist und mehr Reifen hat als ein Verbrenner.

00:47:03: Das ist ein Thema.

00:47:05: oder auch dann wie die Fragestellungen recycelte Materialien in Textilien.

00:47:10: Das ist eine ganz tolle Marketingkampagne, die von den Textilproduzenten gefahren wird.

00:47:17: Aber dass diese recycelten Materialien einfach schneller im Waschprozess kaputt gehen bleibt irgendwie außen vor.

00:47:24: Es ist zwar ein recyceltes Material was wiederverwertet wird es in erster Instanz gut.

00:47:29: das Produkt was hinten raus kommt ist qualitativ schlechter und erzeugt dann aber mehr Mikroplastik in der Nutzungsphase.

00:47:38: Und das sind eigentlich die Dinge wo ich Wir wünschen würde, dass wir mehr Aufklärungsarbeit leisten auf verschiedensten Ebenen.

00:47:47: Und genau das Gleiche in so einer typischen Drogeriemarktverpackung, wo drauf steht Mikroplastik frei.

00:47:54: Jeder denkt dann super!

00:47:55: Da traue ich mir doch.

00:47:57: meine Waschreinigungs-Substanz, die ist mikroplasticfrei.

00:48:01: Das habe ich alles richtig gemacht.

00:48:02: aber diese Verpackung drum herum... hat ebenfalls ein Mikroplastik-Footprint.

00:48:08: Und wenn ich halt siebzehn von diesen Flaschen zu Hause stehen habe, dann kann da so viel Mikro-Plastik frei draufstehen wie es will.

00:48:14: Trotzdem hat die Verpackung den Mikro Plastik Footprint und negativer Auswirkungen auf die Umwelt geleistet.

00:48:20: Und selbst wenn der Mikro plastikfrei drauf steht ist das nicht klar dass da keine Polymere drin sind.

00:48:26: also lösliche Polymäre können trotzdem drin sein.

00:48:32: Negative Auswirkungen auf die Umwelt sind aber Schadstoffe.

00:48:35: Da habe ich direkt einen super Tipp für alle, weil der war nämlich bei mir auch schon zu Gast Axel Kaiser von Dentups.

00:48:42: Ihr wisst mit Dentups das ist auch eine kompostierbare Tüte in der die Zahnpflegetabletten drin sind, in denen keine Chemie drin ist und die sparen euch jede Menge.

00:48:54: Zahmpastatuben Und Zahnpasta-Tuben sind mit Sicherheit, also in Zahnpaster sowieso Chemie ohne Ende.

00:49:00: Deswegen schäumt es ja auch ein Schimmelt nicht und in den Tuben ist wahrscheinlich auch jede Menge Mikroplastik und es werden jeden Monat in Deutschland vierhundert Millionen von diesen Tuben verbrannt.

00:49:10: Also Leute wechseln auf Dentups nur am Rande!

00:49:16: Genau, weil das passt doch perfekt oder nicht.

00:49:21: Welche Alternativen gibt es denn eigentlich überhaupt zum Plastik?

00:49:25: Also die echte Plastikalantive im Alltagsumfeld ist natürlich die Verpackungsvermeidung wenn man sich vor Mikroplastik schützen will.

00:49:36: Es ist auch immer ganz wichtig zu hinterfragen woher stammt mein Essen.

00:49:40: Also ist es ein hochverarbeitetes Essen, dann schiebe ich mir nur die Pizza in den Ofen aus dem TK oder mache wirklich Dinge selbst.

00:49:49: Was auch ganz spannend ist zu hinterfragen wo kommt's her?

00:49:53: Wie sind die Transportwege?

00:49:54: Ist das jetzt von asiatischen Regionen Richtung Deutschland gewandert?

00:49:59: wird sie in Deutschland produziert und so weiter und sofort?

00:50:02: Und was auch immer sehr, sehr spannend ist sich zu hinter fragen Welche Wege kann ich zu Fuß gehen, auch wenn die Schuhsole da wieder mit rein spielt?

00:50:12: Ja.

00:50:13: Aber welche wege kann nicht zu Fußgehen?

00:50:16: Weil in dem Moment wo ich zu Fuss gehe stoße ich Mikroplastik während des Atmans aus dem Körper aus.

00:50:21: Das ist ein positive Effekt.

00:50:23: Ich bin unterwegs habe einen gesundheitspositiven Effekt ich treffe vielleicht noch jemanden unterhalte mich haben Kommunikationseffekts und ich bin nicht mit dem Auto oder auch mit dem Fahrrad unterwegs und erzeugt potenziell Abrieb.

00:50:36: Ich sage nicht, wir müssen aufs Auto verzichten und ich sage auch Nichtwirt sollen aufs Rad verzichten.

00:50:42: Weil ich sage beides sind Fortbewegungsmittel wo alltagshelfende Wirkung entsteht und von daher werde ich weder gegen Auto noch bin ich gegen Fahrrad.

00:50:52: Ich bin nicht gegen Joggen gehen mit vernünftigen Laufschuhen gar nicht.

00:50:57: macht es bitte weiterhin ganz genau so.

00:51:00: das wichtig ist nur hinterfragen wie viel brauche ich davon?

00:51:04: Und kann dich vielleicht an der einen oder anderen Stelle etwas ersetzen oder darauf verzichten.

00:51:09: Es geht hier nicht darum irgendwie pauschal zu sagen, das dürfte ab heute nicht mehr tun.

00:51:14: Ich

00:51:14: bin jetzt froh.

00:51:15: ich dachte schon am besten sich gehe gleich runter setzt mir eine Sessel halt die Luft an und dann habe ich das Problem gelöst.

00:51:25: Das habe ich auch schon häufiger gehört, dass das wahrscheinlich die beste Option ist.

00:51:30: Aber wie wir jetzt alle schon wissen im Haus drin den Sessel vielleicht dann da draußen und den Sessel dann auch nicht mehr mit einem Zetätik-Überzug sondern... Wir wissen ja, es ist eine Never Ending Story ums Thema Mikroplastik und wir wollen ja alle noch ein bisschen Spaß an den Dingen haben, die wir gerne tun.

00:51:46: und von daher In meinem Auge ganz wichtig zu hinterfragen, was muss sein und nicht

00:51:51: sein.

00:51:52: Was hältst du denn generell auch von Recycling?

00:51:54: Ist das dann trotzdem eine gute Idee?

00:51:56: also wenn ich Plastikrecycling mache und Plastika wieder widerverwährte aus Rezyklaten ist es eine gut Idee oder ist das auch trotz allem immer noch stark belastet?

00:52:08: Ich finde es super spannend wenn man Recyling schon bei der Produktion mitdenkt weil wenn man nämlich schafft zum Beispiel Verpackungen Monokunststoff, was jetzt zu machen ist das Recycling nachher energieeffizienter es geht schneller und man kann wesentlich bessere neue Produkte daraus entstehen lassen.

00:52:27: Und das ist eine ziemlich spannende Ansatz.

00:52:31: genauso sehr immer die Frage mechanisches Recyling schrägstrich thermische Verwertung oder chemisches Recycling.

00:52:39: Schreckstrich machen wir wieder unsere Öle und Gase raus und dann wieder neue Kunststoffe aus den aus den Ursprungssubstanzen.

00:52:47: Auch hier würde ich mir wünschen, dass man sich technisch tatsächlich mit den Schritten vor dem eigentlichen Prozess sehr gut auseinandersetzt weil wenn man die Prozessschritte vorher kennt kann man nachher die Entwicklungsphase in der Lösung deutlich besser vorantreiben und ist auch viel schneller im Ermitteln des richtigen Lösungsweges.

00:53:10: Wenn man aber immer in so eine Sackgasse reinläuft und wieder raus, das kostet unfassbar viel Geld, es dauert sehr lange.

00:53:18: Aber wenn man sich eben im Vorfeld schon mit den Menschen dies produzieren, dies verarbeiten unterhält die Dinge vielleicht auf der Öko-Design-Ebene optimiert dann schafft man hintenraus eine Recyclingquote wo wir alle froh wären dass wir hier Rohstoffe sparen und neue Produkte generieren können, die eben nicht diesen negativen Impact haben.

00:53:42: Ich denke halt wenn man bei der Menge am Plastik, die wir haben.

00:53:45: es schafft dieses zu recyceln und nicht immer neues Virgin-Plastik zu nehmen und dort ist ja immer Erdöl mit drin, da haben wir auch schon auf jeden Fall eine Menge gewonnen allein durch diese Sache.

00:53:56: Ja ich meine Plastiktfrei Leben durchaus bereits einen Trend.

00:54:00: Es gibt so einige Initiativen, den zum Beispiel im World Clean Update und Rewe wirbt mit einkaufen ohne Plastik.

00:54:07: es gibt das Forum plastikfrei und man kriegt überall wenn man mal nach guckt hundert Tipps für plastikfreies Leben.

00:54:13: also da ist ja mit Sicherheit auch schon eine ganze Menge dabei.

00:54:16: Aber dann habe ich trotzdem manchmal immer so ein bisschen den Eindruck, das ist dann so wie beim CO-Zwei Fußabdruck.

00:54:22: Den ja letztendlich der Erdölkonzern BP erfunden hat um uns die Verantwortung zuzuschieben als Verbraucher.

00:54:29: Hast du da einen Eindruck oder kann man nicht den Eindruck haben?

00:54:31: Das ist bei Plastik auch so ein bischen so wir sollen plastikfrei leben aber auf der anderen Seite ballert uns die Industrie auch zu mit immer neuen Produkten

00:54:41: und auch mit immer mehr Wörtern, die wir einfach alle nicht verstehen.

00:54:45: Also wo es die Definitionen fehlen und man so denkt was wollen sie mir jetzt eigentlich sagen?

00:54:50: Und das ist so die Crux auch im Mikroplastikbereich wenn ich die ganze Zeit höre wer es dringend atme.

00:54:56: Mikro Plastik ist negativ für uns Menschen und ich kriege da eine Liste von hundert Sachen wie ich hier sofort auf der Stelle in meinem Leben optimieren kann um eben länger mit geringeren Konzentrationen Mikroplastik leben zu können.

00:55:11: Ich denke, wenn ich das mache, dann schaffe ich es in meinem unmittelbaren Umfeld aber wenn ich meine vier Quadratmeter verlasse... In dem Moment bin ich ja schon wieder externen Faktoren außer die ich überhaupt nicht kontrollieren kann.

00:55:24: und wenn jetzt die Firma XY gerade mit schlechtem Wind aus dem Schornstein dann doch Mikro-Plastik in den Luft bläst, dann bin ich davor nicht sicher!

00:55:36: Das ist die Grucks und ich tue mir tatsächlich schwer, das alles immer zu pauschalisieren auf den Konsumenten zu übertragen.

00:55:45: Ich glaube viele Menschen draußen ... Wir machen schon unfassbar viel, um sich und auch die Umgebung und die Umwelt zu schützen.

00:55:52: Ein Hoch an dieser Stelle, alle clean-up bei dieser Welt, die wöchentlich sich um den Müll derer kümmern, die ihn einfach achtlos in die Umwelt werfen.

00:56:02: Wo ich mir denke, warum schaffen wir das nicht?

00:56:03: Das ist wie dein Thema mit den Zigarettenkippen!

00:56:06: Warum kann man die nicht einfach in den Mülleimer

00:56:08: werfen?!

00:56:08: Wo ist das Problem?

00:56:09: Es

00:56:09: gibt selbst so kleine Taschenascher, die man mit dabei haben kann.

00:56:12: Das ist eigentlich total simpel.

00:56:13: wenn dich schon so Scheiß macht dann... Also wenn ich mir schon selbst schade, muss sich ja nicht noch anderen schaden.

00:56:19: Und da würde ich mir halt einfach wünschen, dass wir die Wertschätzung wäre, die sich um die Umwelt kümmern, hochschrauben aber eben auch unsere eigene Wertschätzungen der Umwelt gegenüber und uns immer wieder hinterfragen.

00:56:31: Muss jetzt während ich die Zähne putze permanentes Wasser laufen?

00:56:35: Alleine schon diese Thematik ist bei vielen...

00:56:37: Das finde ich

00:56:39: ausstrengend!

00:56:40: Weil das ist aus den Augen, aus dem Sinn.

00:56:41: Als Wasser kommt sauber aus der Leitung dann kann es auch weiter laufen lassen.

00:56:45: und da denke ich mir aber warum denn?

00:56:47: Es sind einfach dann vier fünf sechs sieben Liter als Vernichtung wieder weitergeweiht.

00:56:53: oder

00:56:53: die Leute denken ah mit meinem Wasser was sich laufen lasse dem guten reinen sauberen Wasser verdünne ich ja jetzt die Mikroplastikpartikel von den anderen Wärt doch schon ein logischer Gedank, aber...

00:57:06: Es wäre ein logicher Gedanke der, aber dann irgendwie

00:57:09: relativ viel Geld kostet für

00:57:11: die Menschen, die das Wasser zahlen müssen.

00:57:13: Aber lassen wir das also?

00:57:15: Das ist wirklich so eine Geschichte!

00:57:17: Das kann ein never-ending Story werden.

00:57:19: und das Spannende ist tatsächlich dieser Wertschätzung nach oben zu schrauben.

00:57:26: Also dem Wasser Mehrwertschätzung zu geben, aber auch den Umweltgefahren mehr Wertschätzungen zu

00:57:31: geben.

00:57:31: Es gibt ja im Grunde so drei Komponenten und da müsste man sich fragen, wo liegt eigentlich der größte Hebel beim Individuum?

00:57:38: Bei jedem von uns bei der Politik oder bei der Wirtschaft.

00:57:42: auf Anhieb würde ich erst mal, also ich würde sagen eigentlich doch bei der Politik weil die müssten die Regulatorien schaffen was immer sehr unbeliebt ist Ich weiß

00:57:53: Ja, es wäre herausragend wenn das Hand in Hand gehen würde.

00:57:58: Also wenn man tatsächlich das schaffen würde ein gesamtgesellschaftliches Fass aufzumachen sozusagen hier geht's um sauberes Wasser Es geht um die Zukunft des Planeten und ohne sauberes Wasser können wir nicht leben.

00:58:09: Und deswegen brauchen wir aus der Industrie wie auch aus der Politik einen Commitment.

00:58:14: Dass man die Dinge nicht nur anpackt sondern dass man tatsächlich Hands on unmittelbar anfängt zu lösen ohne Fingerpointing durchaus machbar.

00:58:24: Es ist mit einem kommunikativen Aufwand verbunden, das müsste halt jeder so ein bisschen ein Stück weit vom hohen Ross der Eigeninteressen herunterkommen und man müsste einen gesamtgesellschaftlichen Konsens finden.

00:58:36: und wenn man dann mal aus den einzelnen Parteien heraus tritt und sagt jetzt gucken wir uns mal die Menschen an, die auch im Bundestag sitzen.

00:58:44: Und fern ab von jeglichen warnwitzigen Ideen hinsichtlich der politischen Gestaltung Deutschlands geht es hier um einen gesamtgesellschaftlichen Auftrag dann wird Hoffentlich auch jedem relativ schnell klar werden, dass es nur geht wenn wir in einem Boot sitzen.

00:59:01: Und wir sitzen in einem Boot aber momentan rudern halt alle in unterschiedlichen Denken.

00:59:05: Wir haben ein Ruder in der Hand und setzen halt Kräfte ins Boot die uns nicht weiter bringen.

00:59:12: Also Kommunikation Bildung ist wichtig.

00:59:15: Das klingt absolut sinnvoll.

00:59:17: und jetzt habe ich direkt die Kurve zum Sinnstift, weil die Zeit schreitet leider so schnell voran, obwohl das so spannend ist.

00:59:24: Aber kommen wir zum Sinn Stift?

00:59:26: Den hast du von mir vorab bekommen und ich hab schon von dir gehört, du hast die kleine Samenkapsel mit den Kindern der Nachbarn schon direkt eingepflanzt.

00:59:35: Das ist natürlich toll!

00:59:36: Wie viele Kinder sind das?

00:59:37: dann schicke ich dir noch ein paar zu.

00:59:39: Also hier in Unmittelbärer Nachbarschaft sind es zwei und die waren auch schon hellauf begeistert.

00:59:43: Sie gucken auch jeden Tag, ob schon was gewachsen

00:59:45: ist?

00:59:46: Wunderbar!

00:59:46: Wenn etwas kommt schicke ich euch noch welche zu wenn ihr wollt.

00:59:49: Sehr gerne.

00:59:50: Es ist eigentlich ein Bleistift und da ist oben so eine Samenkapsel dran.

00:59:53: entweder man macht das sofort, sägt man ab oder macht die Samen daraus und dann kann man damit auch noch hübsche kleine Vergissmannicht wurde mir versprochen sollen daraus kommen, wenn man's gut gießt.

01:00:04: und ja der Sinnschiff dazu gibt's immer eine Frage Der Sinn stift.

01:00:14: Du kämpfst ja gegen ein globales Problem mit einer gemeinnützigen GmbH, also du kämpfs gegen mächtige Industrien, gegen Lobbyisten der Politik und hast maximal einen Wissenschaftsapparat im Rücken, der leider nur sehr langsam malt Was hält dich eigentlich in so ner Situation aufrecht?

01:00:35: Also was bringt dich jeden Tag dazu immer wieder dieses Thema weiter zu treiben?

01:00:40: Das Wissen, das Wissen noch hinbekommen.

01:00:42: Cool!

01:00:43: Also Zuversicht letztendlich.

01:00:45: Ich mag ja dieses Wort zuversicht.

01:00:47: Zufersicht?

01:00:48: Schön.

01:00:49: Das ist schön.

01:00:50: Dann kommen wir nochmal drei schnelle Fragen zum Abschluss.

01:00:53: Wie fühlt es sich eigentlich an als jemand der mal Musik studieren wollte dann Käbikerinnen und Wissenschaftlerin wurde jetzt eine Unternehmerin zu sein?

01:01:02: Mega gut, dass ist absolute Freiheit so wie's die Musik hätte geben können, die Chemie hätte geben sollen.

01:01:07: Jetzt habe ich die Kombinatorik aus allem.

01:01:09: Wow Das finde ich super Antworten hier von dir.

01:01:13: Welche Bedeutung hat der Satz eine Weg entsteht, wenn man ihn geht für dich?

01:01:19: Loslaufen, schauen und wenn man sieht dass es kein Weg mehr gibt trotzdem weiter laufen und herausfinden wo in der weg führt.

01:01:27: weil in dem Moment wo man einen neuen Weg beschreitet ist das Mut den es braucht.

01:01:32: aber es gibt auch sehr viel Erkenntnisgewinn und ausgedrehte Pfadern sind wir genug gelarzt.

01:01:37: Also, man kann eigentlich sagen du hast ein schönes Zukunftsbild und du guckst mal wie der Weg dahin entsteht.

01:01:43: Und was da so passiert?

01:01:45: Ja das Schöne ist halt wenn der Weg noch nicht existiert, kann man auch in keiner Sackgasse landen.

01:01:51: Das muss ich mir aber merken.

01:01:52: Wenn der Weg doch nicht existieren kann man nicht in einer Sack-Gasse lande finde ich super!

01:01:56: Darf ich den benutzen?

01:01:58: Sehr gerne.

01:01:59: Dann die dritte letzte Frage, dich immer am liebsten mag.

01:02:02: also abgesehen von deinen zwei Büchern, die ich ja schon empfohlen habe welches Buch wiesst du denn gerade oder würdest du uns unbedingt empfehlen was man so lesen könnte?

01:02:12: Ich hängt immer wieder hier an desiterater fest.

01:02:15: es liegt auch tatsächlich liegt tatsächlich bei mir immer wieder auch neben dran.

01:02:19: das ist so die lebensregel von Baltimore und da gibt's halt wirklich Hat mir jemand empfohlen und ich lebe es immer wieder mit, weil einfach so ein Stück weit diese Zuversicht und den Zukunftsblick ausglücklich sein operiert.

01:02:34: Ah!

01:02:34: Das Tolle ist.

01:02:35: das Buch habe ich ja auch.

01:02:36: Ich hab's auch noch nicht gelesen, weil immer was anderes sagt.

01:02:39: Empfehlig?

01:02:40: Ja Das ist ja auch gar nicht dick, ne?

01:02:43: Nein

01:02:43: das ist super dünn.

01:02:44: Das passt in jeder Handtasche und in jeden Reisekofferpasses bei mir rein.

01:02:49: Und es ist immer wieder ein Anker wenn man sich mal wieder zu sehr aufgeregt hat.

01:02:53: Ja ich habe hier auch immer Bücher dabei.

01:02:54: Ich sitze da sonst immer so einen Exot mittlerweile der nie am Handy daddelt sondern analog umblättert.

01:03:01: Nicht wischt.

01:03:03: Kenne ich.

01:03:04: Sehr schön!

01:03:05: Danke für diesen Tipp.

01:03:06: dann Ja, vielen herzlichen Dank dass ihr auch dieses mal bei dem Podcast gewimmelt sind dabei wart.

01:03:11: Und natürlich ganz herzlich dank an mein Gast von Wasser drei Punkt Null nämlich Doktor Katrin Schuhn.

01:03:17: sie ist Gründerin und Geschäftsführerin von den Gemeindützigen Unternehmen und Sie ist Autorin von zwei sehr lesenswerten Büchern rund um Mikroplastik.

01:03:26: das eine heißt Kriminalfall Mikro Plastik Das andere Rebellion des Wassers.

01:03:31: ich verlinke das unten in den Show Notes genauso wie eben auch natürlich zur Website vom Wasser bei drei Punkt Null und zum LinkedIn Profil von Katrin so, dass ihr euch da informieren könnt.

01:03:42: Und euch auch vernetzen könnt um.

01:03:44: mein Name ist Jürgen Schöntrauff von Sinnstifter Kultur.

01:03:47: meine Mission ist es Unternehmen auf dem Weg zu einer sinnstiften und wertorientierten Unternehmenskultur zu begleiten beziehungsweise sehen diesen Podcasts auch vorzustellen als Best Practice Denn sind stiftes Unternehmer tun bedeutet ja letztendlich Verantwortung für die Gesellschaft Die Umwelt und die Menschen übernehmen.

01:04:07: Das ist ja genau das, was Katrin und ihr Team machen.

01:04:10: Das finde ich toll.

01:04:10: in ihrem Buch Kriminalfall Mikroplastik schreibt sie nämlich am Ende.

01:04:14: Am Ende jeder Ermittlung steht ein Moment in dem Wissen zur Verantwortung wird.

01:04:20: Das find' ich einen richtig starken Satz!

01:04:22: Und das sollte euch nach diesem Podcast bewusst sein und erst recht wenn ihr die Bücher von Katrin gelesen habt also... Die Gefahr besteht, dass er danach jede Menge Wissen hat und dadurch eben Verantwortung entsteht über Verbreitung und Wirkung von Mikroplastik.

01:04:38: Und Katrin ruft dazu auf das wir alle gemeinsam jetzt handeln müssen.

01:04:43: also lasst uns anfangen.

01:04:45: ich freue mich wenn ihr meinen Podcast abonniert und vielleicht sogar weiter empfehlen.

01:04:48: selbstverständlich könnt ihr auch mir wieder ein Feedback geben um bis zur nächsten Folge von Gewinn mit Sinn und weiteren Spannenden Gästen.

01:04:55: und natürlich ganz, ganz herzlichen Dank an dich liebe Katrin für dieses super wichtige und jetzt auch sehr inspirierende Gespräch.

01:05:04: Vielen vielen dank.

01:05:06: Ciao!

01:05:07: Leitbild entwickeln Werte schärfen Visionen aufzeigen.

01:05:11: Abonniere den Podcast Und du findest immer wieder den Weg zu deinem Wertekompass.

01:05:16: Gewinn

01:05:17: mit Sinn

01:05:18: von und mit Jürgen Schöntauf.

01:05:21: Erfolg ist eine Frage der Werte.

01:05:25: Mehr auf sindstifterminuskultur.de.

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