Magnus Trinkwalder, faire Mode, klare Haltung: Wie MANOMAMA Wirtschaft anders denkt

Shownotes

Magnus erzählt, warum er sich für eine Zukunft im Unternehmen entschieden hat, obwohl seine Mutter ihm zunächst davon abriet. Er ist noch nicht Geschäftsführer, gestaltet nach eigener Aussage aber bereits große Entscheidungen mit. Dabei geht es ihm nicht allein um wirtschaftliche Kennzahlen. Für ihn stellt sich immer wieder die Frage, wie ein Unternehmen arbeiten, wachsen und Verantwortung übernehmen will.

Manomama beschäftigt Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt häufig mit Hürden konfrontiert sind. Magnus beschreibt Motivation und Lernbereitschaft als zentrale Voraussetzungen. Das Unternehmen versteht Qualifizierung als eigene Aufgabe und setzt auf eine Arbeitskultur, in der alle mit anpacken. Wenn ein Auftrag fertig werden muss, helfen Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen mit.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der regionalen Textilproduktion. Materialien werden in einem maximalen Umkreis von 500 Kilometern beschafft, produziert wird in Augsburg. Das ist wirtschaftlich anspruchsvoll. Trotzdem hält er faire Mode aus Deutschland für möglich, wenn Unternehmen andere Prioritäten als maximale Margen und permanentes Wachstum setzen.

Im Gespräch geht es außerdem um Generationenbilder, sinnvolle Arbeit und die Verantwortung von Konsumentinnen und Konsumenten. Magnus verbindet gute Arbeit mit der Frage, wofür Menschen ihre Zeit einsetzen. Er spricht über bewussten Konsum, die Kosten regionaler Produktion und die Spannung zwischen fairen Löhnen und günstigen Preisen.

Politisch positioniert er sich ziemlich klar. Er vertritt die Ansicht, dass Unternehmen Demokratie schützen und sich dazu äußern sollten. Mit der Jeanskollektion „FCKAFD“ setzen Magnus und das Unternehmen manomama ein politisches Statement. Magnus beschreibt die Aktion als Ausdruck persönlicher Überzeugung und nicht als Marketingmaßnahme.

👉 Website von MANOMAMA

👉 Magnus bei LinkedIn

👉 Die Bücher von Sina Trinkwalder:

  • Sina Trinkwalder: Wunder muss man selber machen. Wie ich die Wirtschaft auf den Kopf stelle. Droemer, München 2013, ISBN 978-3-426-27615-0.
  • Sina Trinkwalder: Fairarscht. Wie Wirtschaft und Handel die Kunden für dumm verkaufen. Knaur, München 2016, ISBN 978-3-426-78794-6.
  • Sina Trinkwalder: Im nächsten Leben ist zu spät. Ärmel hochkrempeln, Probleme lösen, glücklich sein. Knaur, München 2017, ISBN 978-3-426-21433-6.
  • Sina Trinkwalder: Zukunft ist ein guter Ort. Utopie für eine ungewisse Zeit. Droemer, München 2019, ISBN 978-3-426-27784-3.
  • Sina Trinkwalder: Heimat muss man selber machen. dtv Sachbuch, München 2020, ISBN 978-3-423-28228-4.

Ich freue mich ebenfalls über Vernetzungsanfragen: https://www.linkedin.com/in/juergen-schoentauf/

Schreibt mir gerne ein Feedback zu der Folge an juergen@sinnstifter-kultur.de

https://sinnstifter-kultur.de/

Transkript anzeigen

00:00:00: Vorteile und Klischees bezüglich der Genset gibt es ja eine ganze Menge.

00:00:05: Also sie sind faul, wollen auf jeden Fall pünktlich Feierabend bei einer maximal vier Tage Woche gutes Wlan Hafermilch und möglichst wenig Verantwortung.

00:00:13: Mein heutiger Gast scheint allerdings diese Gebrauchsamweisung nicht gelesen zu haben.

00:00:18: Er ist ein zwanzig Jahre alt und arbeitet in den Unternehmen Man-O-Mama, das seine Mutter in Augsburg aufgebaut hat um dort dann irgendwann als Nachfolger eines sinnstiftenden Unternehmens die komplette Verantwortung zu übernehmen.

00:00:32: Uneffertrititese, dass Unternehmen nicht nur Geld verdienen sondern auch gesellschaftlich Haltung zeigen sollen.

00:00:38: Und so wurde aus einem klaren Statement gegen rechts eine Jeans-Kollektion mit FAC AfD auf näher.

00:00:43: aber dazu kommen wir dann gleich noch.

00:00:45: Wohin soll's gehen?

00:00:46: Leitbild entwickeln, Werteschärfen Visionen aufzeigen.

00:00:50: Privater und unternehmerischer Erfolg ist eine Frage der Werte.

00:00:55: Nachhaltigkeit, Zufriedearbeiterinnen und Mitarbeiter Gesellschaftliche Waffen.

00:01:00: Stelle deinen Kompass neu ein.

00:01:03: Ideen gibt's jetzt im Podcast Gewinn mit Sinn von und mit Jürgen Schöntauf.

00:01:10: Erfolg ist eine Frage der Werte!

00:01:13: Mein Name ist Jürg Schöentauf, ich begrüße euch wieder ganz herzlich zu meinem Podcast Gewinnen mit Sinn und damit ein herzliches Willkommen an meinen heutigen Gast Magnus Trinkwalder.

00:01:23: Schön, dass ich da sein darf.

00:01:24: Danke dir!

00:01:25: Ja, ich freue mich auch, dass du da bist und natürlich direkt mal eine Frage zum Anfang... Was ist eigentlich bei dir schiefgelaufen?

00:01:32: Dass du in deinem Alter schon Verantwortung übernehmen willst?

00:01:34: Das höre ich öfters was bei mir schief gelaufen ist.

00:01:39: Ich glaube, ich hatte in der Vergangenheit so viele verschiedene Pläne, was sich mit meiner Zukunft anfangen will.

00:01:45: Keiner davon hat mich so voll ins Abgeholt, dass ich dann irgendwie da drauf gehörte was Mama gesagt hab bzw.

00:01:51: bewusst eigentlich nicht drauf gehört habe.

00:01:53: immer wieder war Thema was denn die Nachfolge über uns angeht und dann ist ja der Klassiker das gesagt wird jetzt wart man noch ein zwei Jährchen und dann musst du das aber schon machen.

00:02:01: also das ist unabdingbar dass die Eltern einen da immer rein reden wollen das ist genau das Gegenteil.

00:02:07: bei uns hieß es immer machtes nicht.

00:02:08: tut ihr das nicht anders als wirklich die Hölle

00:02:10: lernen was vernünftiges

00:02:11: darüber nach.

00:02:13: und wahrscheinlich war mein rebellisch Wenn die mir abspricht, das zu können beziehungsweise wenn die mehr absprix dass man dann muss ich es erst recht machen.

00:02:21: und ja so kam das eine zum anderen.

00:02:23: Und so sitze ich jetzt hier.

00:02:25: Das heißt sie hat bei dir die richtigen Triggerpunkte angesprochen?

00:02:28: Ich

00:02:28: glaube der Triggerpunkt funktioniert bei allen jungen Menschen.

00:02:30: Du kannst das nicht du machst das eh nicht da sehen wir rot.

00:02:36: Gut, damit hätte man das schon mal geklärt.

00:02:38: Also es war pures Rebellentum, dass du da noch reingegangen bist?

00:02:41: Dann erzähle doch mal ganz kurz was ihr bei eurem Unternehmen Mann-O-Mama in Augsburg eigentlich so macht!

00:02:47: Das ist im Jahr zehntausendzehn von deiner Mutter gegründet worden und genau...

00:02:52: Ja, sehr idealistisch würde ich sagen.

00:02:56: Wir liefern ein gutes Beispiel wie wir alle ein kleines Stück Welt retten können.

00:02:59: im täglichen Geschäft sieht das so aus dass wir Menschen die auf dem ersten Arbeitsmarkt... Ich mag das Wort eigentlich nicht aber es trifft es leider ganz gut und das heißt Menschen in irgendeiner Art und Weise Vermittlungshemmnisse haben zu alt zu alleine erziehend zu aus einem anderen Land gekommen und spricht deswegen die Sprache nicht, dass wir den Menschen einen Job geben, wie wir optimalerweise sogar eine Berufung geben und mit ihnen gemeinsam in einem Umkreis von fünfhundert Kilometern sämtliche Materialien-Source und daraus Textilprodukte schaffen, die wir beispielsweise an die Edeka Supermärkte oder auch unsere treuen Entkundinnen bei Manomama verkaufen.

00:03:36: Ja, sehr cool.

00:03:36: Das hätte ich eigentlich später gehabt oder das hast du schon darauf angesprochen.

00:03:40: Ihr beschäftigt tatsächlich Menschen die auf dem Arbeitsmarkt oft ein bisschen schwerer haben und du hast ja in einem Beitrag auf LinkedIn gesagt den ich ganz faszinierend fand gibt da im Grunde gar kein Fachkräftemangel unternehmen die Menschen nicht genug beibringen wollen.

00:03:55: ist das für euch eigentlich eine Art Wettbewerbsvorteil?

00:03:59: Oder auch sogar einen Kostenfaktor oder einfach vor allem eine Haltung.

00:04:03: Ich bin mir sicher, dass das ein Wettbewerbsvorteil ist.

00:04:06: Wenn ich mich auf keinerlei Qualifikation verlassen muss in Anführungszeichen weil die einzige Qualification ist, dass ein Mensch motiviert und Bock hat zu arbeiten dann auf jeden Fall klar bin ich irgendwie habe eine breitere Masse an Menschen, die dafür in Frage kommen bei uns zu arbeiten Und es hat Gott sei Dank in all den siebzen Jahren jetzt genug Menschen gegeben die Bock hatten zu arbeiten.

00:04:25: Die Bock hatte Dinge zu erlernen und wenn von unserer Seite auch die Motivation und die Lust als dem Menschen das beizubringen Dann funktioniert das ja auf jeden fall.

00:04:33: Und wie sieht das bei euch so mit der Fluktuation aus?

00:04:36: Das ist ja immer ein Riesenproblem, weil neue Leute bekommen, kostet immer viel Geld.

00:04:41: Wie sieht es da bei euch aus?

00:04:43: Ich glaube grundsätzlich ist es schon so... Also wir haben in den letzten Jahren wahnsinnig wenig Fluktuation gehabt.

00:04:48: Die Fluktuation, die wir immer wieder erfahren ist, dass Menschen in Rente gehen.

00:04:51: Und das ist die Fluktuation, die ich am liebsten habe, weil denen sei es von Herzen gegönnt.

00:04:54: Wir haben viele Kolleginnen, die trotz, trotz Renten da sind's immer noch ein, zwei Tage, die Woche reinkommen, weil sie einfach gar nicht aufhören wollen zu arbeiten!

00:05:02: Die Flurktuation ist niedrig.

00:05:03: Ich glaube wenn Menschen, die lange keine Chancen bekommen und dann wieder eine Chance kriegen, dann nehmen Sie die auch mit einer großen Dankbarkeit an.

00:05:10: Dann ist diese Thematik für einen Euro mehr oder so woanders hinzuwechseln jetzt mal übertrieben gesagt... Gar nicht so da!

00:05:18: Wir haben auch mit vielen Kolleginnen, die den Schritt gegangen sind und gesagt haben, ich gucke mal über ein Teich.

00:05:22: Ich möchte mich jetzt ausgehen davon was ich hier bei euch gelernt habe woanders bewerben was wir auch toll finden.

00:05:27: das ist ja schön wenn man den Menschen die Chance gibt sich auf dem Arbeitsmarkt wieder zurechtzufinden oder einen anderen Job zu finden.

00:05:33: Das waren aber immer viele dabei die dann gesagt haben ich würde wahnsinnig gerne zurückkommen bei euch war es doch so toll.

00:05:39: das ist auch mal schön zu sehen dass die Fluktuation wie so'n boomerang ist.

00:05:43: Ja, ich glaube das unterschätzen viele Unternehmen.

00:05:45: Dass wenn Menschen vielleicht gehen wollen sich weiterentwickeln wollen dass man die vielleicht auch mit Wertschätzung verabschiedet gemäß dem Spruch Man sieht sie immer zweimal im Leben weil Vielleicht kommen die irgendwann zurück umbringen ganz neue Qualifikationen mit

00:05:58: absolut.

00:05:59: Das ist ja ein ganz wichtiger Punkt.

00:06:01: Ja aber Kommen wir nochmal Ganz kurz zu meinem Einstieg zu.

00:06:05: Viele denken hier über die Genset und du gehörst ja so volle Kanada zu.

00:06:09: Ich sitze jetzt so als wissend lächelender Boomer auf der anderen Seite, also ihr seid ja arbeitsscheu überempfindlich und nur an Freizeit interessiert wird man immer wieder.

00:06:18: allerdings muss man auch sagen der Fabian Grischkrat glaube ich hat in einer Sendung ja auch ganz klar mal gesagt es gibt eine Studie die zeigt das eigentlich die GENSET die Generation seit Einigen Generationen sind die richtig viel arbeiten.

00:06:34: Also, was nervt dich eigentlich womöglich an all diesen Klischees?

00:06:38: Weil du wirst mit Sicherheit auch schon mal irgendwo gehört haben oder?

00:06:44: Ich glaube das Klischee hängt uns nach wie kaum ein anderes und ich finde es total ärgerlich weil einer Generation, der man über die letzten Jahre wahnsinnig viel aufgelastet hat.

00:06:54: Das ist einfach so... Die Corona-Pandemie bei der in der Sozialisierung für uns wahnsinnisch schwierig war, die vielen Menschen eigentlich die Jahre, der Jung geraubt hat, bei denen es hieß ich bin jetzt sechs, ich bin als siebzen und muss zu Hause bleiben!

00:07:06: Ich kann mich nicht mit meinen Freunden treffen und die Zeit genießen.

00:07:08: Der man wahnsinn viele Probleme, die politische Natur sind auflastet und sagt ihr müsst dafür aufkommen?

00:07:13: Ihr müsst dafür gerade stehen dass man denen dann den die Bereitschaft abspricht arbeiten gehen zu wollen.

00:07:19: das finde sorry, echt eine Frechheit.

00:07:21: Weil wenn ich mir anschaue dass wir als Generationen und das ist statistisch gebackt.

00:07:26: Das ist ja kein Gefühl sondern es gibt ja eben Statistiken von der Agentur für Arbeit beispielsweise die genau das belegt, dass wir sehr wohl arbeiten wollen.

00:07:34: Es ist vielleicht in manchen Bereichen ein anderes Arbeiten.

00:07:37: Dass es andere Generationen gewöhnt sind aber das ist ja ein schlechteres Arbeiten.

00:07:40: ganz im Gegenteil.

00:07:41: wenn jemand weiß ich nicht, mental sehr gut ausgeglichen ist bei sich in der Arbeit und in einer vier Stunden Woche das verrichtet kriegt was andere in einer fünf Stunden Woche verrichtete kriegen.

00:07:50: Dann freut sich das Unternehmen dass es im Zweifelsfall noch ein Tag weniger den Kollegen an der Backe hat.

00:07:56: Ja genau würdest du dann womöglich sagen, dieses Zett will gar nicht weniger leisten sondern sie will viel mehr wissen wofür sie etwas leisten soll?

00:08:05: Definitiv als ich glaube, dass dieses Wort Purpose der Sinn dahinter.

00:08:09: deswegen sitze mir am Ende auch heute hier.

00:08:11: Der spielt eine viel größere Rolle als früher ist meine Einschätzung.

00:08:15: Ich glaube das viele junge Menschen wissen wollen wofür tue ich etwas?

00:08:19: Was ist der höhere Sinn dahinten?

00:08:21: Ich glaube es ist leichter sich damit zu arrangieren, dass man einen großen Teil seiner Zeit eben für die Arbeit aufbringt und das ist nun mal so bei uns im Leben und das is auch sicherlich in Ordnung wenn ich weiß wofü ichs tu Wofür am Ende auch ein Sinnstiften das wofür ist.

00:08:36: Ich glaube dieser höhere Sinn, der ist immer im Pro Argument

00:08:39: und ich glaube also ich habe manchmal das Gefühl dass so viele Boomer, also meine Altersgenossen plus minus fünf sechs Jahre eigentlich manchmal so ein bisschen neidisch auf euch sind weil wir uns und ich zähle mich da voll dazu Wir haben uns damals nicht getraut zu hinterfragen.

00:09:00: Wer sagt denn eigentlich, dass ein Arbeitstag neinto seven sein muss oder neintofive sein muss?

00:09:06: Wer sagt dann eigentlich, das eine Arbeitswoche fünf Tage haben muss.

00:09:10: Notfalls kommt der Samstag noch dazu.

00:09:12: Wer sagt ja dazu, dass ich wirklich dann immer antreten muss und unsere Schule macht es ja nach wie vor dieses Schulsystem was wir haben mit den Pausen.

00:09:22: Das war alles nur darauf ausgerichtet die Schüler auf das Arbeitsleben vorzubereiten.

00:09:29: Und ich glaube, wir haben uns in unserer Generation damals als ich bin dann der Ende des Siebziger in eine Lehre gegangen und in Ausbildung gegangen.

00:09:38: Wir haben uns nie getraut diese Dinge so klar zu hinterfragen.

00:09:44: Aufgewachsen mit den alten Sprüchen, Lehrjahre sind keine Herren-Jahre.

00:09:49: Und was weiß ich nicht alles?

00:09:51: Was ist dann da so alles gehabt?

00:09:52: Der

00:09:53: Spruch kann mich nicht aus dem Fenster schmeißen.

00:09:54: Schrecklich ist es jedes Jahr.

00:09:56: Ja, das war so!

00:09:57: Das Leben sollte ein Herren-Ja sein oder einen Damen-Ja.

00:10:01: Ich glaube, ich bin wahnsinnig stolz darauf dass meine Generation und da kann man schon einfach auch mal meine Generation sagen weil es explizit die waren Es etabliert hat sich mehr um Metalle Gesundheit zu kümmern sich mehr darum zu kümmern, wofür arbeite ich eigentlich?

00:10:16: Es sind vielleicht nicht die drei zwei Brutto, die am Monatsende irgendwo auf der Gehaltsabrechnung stehen.

00:10:21: Sondern das was ich den ganzen Tag im Beruf leiste und... Es etabliert hat, Arbeitszeiten zu schaffen die auch freundlich für Arbeitnehmerinnen sind.

00:10:30: Die beispielsweise alleinerziehend sind, die ein Kind haben.

00:10:32: Arbeitszeitmodelle und auch Arbeitsmodelle die eben remote sind zu schaffen mit denen wir einfach auf Herausforderungen viel besser reagieren können.

00:10:40: ich glaube Wir haben halt geschafft den switch zu machen dass nicht mehr die arbeit das leben ist sondern dass die arbe nur ein kleiner teil unseres lebens ist.

00:10:49: Ich glaube, dieser Switch ist wahnsinnig wertvoll gewesen und wird auch die nächsten Generationen wahnsinn nicht viel bringen.

00:10:54: Und zwar nicht nur den nächsten Generation Arbeitnehmerinnen sondern definitiv auch der nächsten Generation Unternehmen.

00:11:01: Und ihr entkommt ja auch womöglich endlich einem Riesenproblem das es gibt was oft sehr selten angesprochen wird in diesem berühmten Loyalitätskonflikt, den es in Familien gibt wo man eben dann auch Wieder so sprüche Schuster bleibt bei deinen Leisten.

00:11:15: Hochmut kommt vor dem Fall und wenn man aus einer Arbeiterfamilie kommt, wird man halt auch Arbeiter bzw.

00:11:21: manchmal hatte man Glück und dann sollte das Kind noch was Besseres werden und vielleicht doch mal einen höheren Job annehmen.

00:11:29: aber irgendwo bleibt man oft aus Loyalität da wo man sich auskennt, wie man es in der Familie hat.

00:11:36: Ich hab's auch übrigens umgekehrt erlebt.

00:11:38: Akademiker-Familie mit zwei Zwillingssöhnen, beide Studierenden der eine Jura und nach anderthalb Jahren war der tot unglücklich.

00:11:47: Was ist wahr?

00:11:48: einfach so?

00:11:49: Das wird gar nicht hinterfragt!

00:11:50: Akademika-Familya wird studiert.

00:11:52: So dann hat er das Ganze hingeschmissen, ist am Ende Tischler geworden, ist jetzt glücklich.

00:11:57: Und das ist eigentlich das was ich eine tolle Entwicklung finde, dass man da auch viel stärker hinterfragt.

00:12:05: Also was will ich eigentlich machen?

00:12:07: Was ist eigentlich so meine Art mein Leben auszurechnen?

00:12:11: Wir mutigen uns gegenseitig eben auch sich genau diese Fragen zu stellen und zu sagen Ist dieses Studium das ich jetzt zweieinhalb Jahre lang gemacht habe wirklich das Richtige für mich?

00:12:19: Das wäre vor Jahren und denkbar gewesen, dass jemand anfängt zwei Jahre Jura zu studieren und dann sagt ich hör auf Ja, ich glaube und das ist leider auch immer noch im Weltbild von vielen akademischen Familien.

00:12:30: Habt ihr es keinen Platz zu sagen?

00:12:31: Ich breche ein Studium ab und mache eine Ausbildung oder Gottes Willen noch schlimmer.

00:12:34: Ich hab studieren gar nicht probiert und mach gleich ne Ausbildung.

00:12:37: Der Handwerker ganz

00:12:38: schön!

00:12:39: Schrecklich diese Handwerke.

00:12:43: dass das eine Thematik ist.

00:12:44: Da bin ich sehr froh, dass da gerade so einen Stimmungswechsel passiert und sich auch das mehr etabliert weil A brauchen wir einfach vielmehr Menschen die eine Ausbildung machen, die in Berufe gehen, die im Schaffenden Gewerks sind.

00:12:55: Das ist wahnsinnig wichtig und kann nicht aus eigener Erfahrung sagen um Textil hier.

00:12:59: Es ist auch total erfüllend zu sehen, dass ich mit den eigenen Händen also ich persönlich schaffe mit den Händern gar nicht so gut wie meine Kolleginnen aber trotzdem nimmst du das mit auf und es ist ein total erfüllenes Gefühl.

00:13:13: Deswegen bin ich mir auch sicher, dass dieser Aufschwung der Ausbildungen und auch das Ansehen, dass die Ausbildung gerade wieder gewinnt total wichtig.

00:13:21: Total toll ist!

00:13:22: Das heißt du bist grade in dem Unternehmen?

00:13:24: Wirst ja im Grunde als Nachfolger aufgebaut aber bis ja noch nicht in geschätzführender Position?

00:13:31: Ne

00:13:31: genau also ich habe so ein bisschen... geile Position zu sagen.

00:13:37: Ich muss im Impressum keine Verantwortung übernehmen, aber darf trotzdem die großen Entscheidungen hier treffen und das ist natürlich wahnsinnig cool.

00:13:43: so minimiert sich die Verantwortung was die lästigen Teile angeht und für den guten Part bin ich jetzt schon verantwortlich.

00:13:52: Aber ich habe gerade rausgehört dass du auch durchaus mit in der Produktion tätig bist?

00:13:58: Das ist

00:13:59: unabdingbar bei uns.

00:14:01: Wenn ein Auftrag raus muss dann Es basiert das immer auf dem Prinzip, dass alle zusammenhelfen.

00:14:06: Und dann ist es auch mal so, dass an einem Nachmittag alle aus dem Büro mit runter in die Produktion gehen und Taschen einpacken, wenn Taschen raus müssen... Ach cool!

00:14:14: Das machen wirklich alle oben?

00:14:15: Das

00:14:15: machen alle mit Formgeschäftsführer bis zu Putzkraft.

00:14:18: Da gibt's da keine Abstufungen.

00:14:20: Da wird einfach mitgeholfen.

00:14:23: was A. als Team wahnsinnig zusammenschweißt, du hast eben nicht die aus der Produktion, die aus dem Großraumbüro und die aus Der Chefetage sondern du hast halt alle Digitalschneiden packen.

00:14:33: und auf der anderen Seite... macht mich das auch glücklich, dass unsere Auszubildenden und Praktikantinnen das mitkriegen.

00:14:40: Weil das eben zeigt, dass ein Job nie nur die Seite hat, die man auf Social Media sieht oder die Seite hatte, die irgendwie am Anfang im Anforderungsprofil drinsteht, sondern das ist ein Job auch immer seitener, die keinen Spaß machen beispielsweise.

00:14:51: also ich bin jetzt niemand der sich jeden Tag vorstellen könnte Taschen einzupacken und trotzdem gehört es dazu und ich glaube das Learningsum ist wahnsinnig wichtig zu sagen, ein geiler Job hat Dreizig Prozent Aufgaben, die einem richtig Spaß machen und siebzig Prozent, die so mittel bis wenig geil sind.

00:15:04: Und dann ist es schon echt eine gute Verteilung.

00:15:07: Das ist ja mal ne klare Ansage aber das bedeutet auch, dass eure Auszubildenden durch eine sehr breite Ausbildung dann bekommen.

00:15:14: Die lernen

00:15:14: arbeiten hier!

00:15:16: Ach so!

00:15:17: Aha, da müssen also doch...

00:15:21: Gibt ja den alten Witz wo der auszubildende, also der Chef zum Auszubildenden sagt.

00:15:27: So jetzt fegt mal den Laden und er guckt den Ansatz an, ich habe Abitur.

00:15:30: Oh, Entschuldigung das wusste ich nicht.

00:15:31: dann zeige ich natürlich wie das geht.

00:15:33: aber so ist es bei euch nicht oder?

00:15:34: Nie.

00:15:36: Die eine Seite ist, dass man hier arbeiten lernt.

00:15:39: Das heißt aber, dass wir alles lernen und es keine Jobs für auszubilden oder Praktikanten gibt.

00:15:43: Die Spülmaschine räumt jeder hier aus und wenn nicht dann gibts auf die Finger.

00:15:48: Wenn einer dran vorbeiläuft und nur hinguckt und nichts macht, dann ist das völlig egal ob der Prakti oder Chef ist.

00:15:54: Auf der einen Seite eben zu sagen... Leute die hier etwas lernen, die lernen alles was wir irgendwie zu bieten haben.

00:16:00: Natürlich nach ihren Fähigkeiten.

00:16:01: wenn jetzt jemand sagt ich kann nicht lernen und ich will es auch nicht lernen dann brauche ich den nicht von der Nähmaschine setzen aber trotzdem zu sagen Wir verstehen uns deren Menschen so gut wie möglich aufs Berufsleben vorzubereiten und das heißt eben nicht auf einen Task im Berufsleben, sondern

00:16:18: auf

00:16:18: all das was möglicherweise anfallen kann.

00:16:20: Und dafür muss vor allem die Bereitschaft zu arbeiten stimmen und ich glaube die Bereitschaft zu arbeiten auch die muss man erlernen auf eine gewisse Art und Weise und auch damit zu dielen dass eben tasks dabei sind die vielleicht keinen Spaß machen

00:16:31: bleiben die auszuwählen dann wenn sie durch sind mit der Ausbildung bei euch oder eigentlich macht es immer

00:16:36: ja.

00:16:36: also wir haben dann schon welche die danach die dann nach einem anderen Wege entschlagen, weil sie sagen, mein Textil ist nicht zu mich.

00:16:42: Aber das... Das ist auffall in Ordnung!

00:16:45: So ihr produziert ja Mode und wir kennen das ja, ne?

00:16:49: Mode kommt in der Regel aus Bangladesche sonst woher?

00:16:51: oder wir werden mit Billigmode überschüttet.

00:16:55: Ihr setzt auf regionale Wertschöpfung und ich glaube euer weites da lieferant liegt irgendwie fünfhundert Kilometer und der Rest ansonsten sind im Umkreis von hundfünfzig zweihundert Kilo Meter.

00:17:06: Ist das nicht

00:17:07: wirtschaftlich?!

00:17:08: Schwierig, also ganz nüchtern betrachtet.

00:17:12: Soll ich auf die Frage antworten?

00:17:13: Tadebereichen wahrscheinlich!

00:17:16: Wie kriegt der

00:17:16: Sinn?!

00:17:17: Ich glaube, die Frage nach der Wirtschaftlichkeit ist eine Frage, die muss man sich als Unternehmer immer erstellen.

00:17:25: Also ich kann ein Unternehmen nur führen wenn es am Ende vom Jahr mehr abwirft also man übers Jahr ausgegeben hat oder zumindest mal sich das die Waage hält.

00:17:36: natürlich kann dass man ja mehr und mal weniger sein.

00:17:38: Am Ende vom Tag kann ich aber auch so viel Gehalt zahlen wie wir wirtschaften.

00:17:42: Deswegen, ja das ist definitiv wirtschaftlich schwieriger als zu sagen naja ich gehe mit meinen sieben Sachen nach Bangladesch beziehungsweise ich lasse meine Siebensachen hier aber ich schaffe den Leuten in Bangladesche an wie sie es zu tun haben.

00:17:53: Es ist aber wahnsinnig erföhnt weil da sind wir wieder beim höheren Sinn.

00:17:57: Ich sehe eben schon dass es hier funktioniert und den Leuten anderen Unternehmen ein Best Practice zu geben Ja man kann hier produzieren!

00:18:04: Es ist möglich Bekleidung Made In Germany zu machen etwas was Eine Industrie, die eigentlich seit jeher outgesourzt wurde und immer weiter in ein anderes Land wegoptimiert wurde weil es billiger war.

00:18:13: Dort zu zeigen.

00:18:14: doch das funktioniert schon.

00:18:15: ihr müsst nur wollen und ihr müsst am Ende vom Jahr vielleicht ein paar Prozent Gewinn abtreten.

00:18:20: trotz alledem funktioniert's.

00:18:22: also faire Mode aus Deutschland funktioniert kann zu sagen jetzt hast du ja in einem deiner ganz aktuellen LinkedIn Beiträge darüber geredet Ob jetzt Investoren wichtig sind oder eher nicht.

00:18:36: Und am Ende steht dann ein interessantes Statement, dass man ohne Investoren ehrlicher sich selbst gegenüber wird und mit dem Geld das einem selbst gehört viel besser umgeht als mit dem Gelb das anderen gehört.

00:18:47: Ist das was du auch schon von deiner Mutter gelernt hast?

00:18:50: Also ist man oder Mama so weit es geht...

00:18:53: Das ist unser Kern nicht weit, es geht ohne sondern komplett ohne.

00:18:56: Wir haben zum letzten Zeitpunkt keinerlei Geld von InvestorInnen bekommen, keinerlei staatliche Subventionen bekommen.

00:19:02: wir haben nicht mal Kredite von der Bank bekommen.

00:19:05: Damit können wir uns zwar stolz schmücken auf der anderen Seite muss man auch sagen mit der Geschäftsidee die wir hatten sind... Es ist gar nicht so einfach bei Bankenhausieren zu gehen und zu sagen gibt uns mal Geld dafür weil da sagen die meisten schöne Idee aber nein!

00:19:18: Wo wir wieder bei dem Thema sind, faire Mode aus Deutschland.

00:19:21: Klingt sympathisch aber...

00:19:22: Genau klingt sympathische!

00:19:23: Das ist nicht waschentauglich.

00:19:26: Aber zahl' ich kein Geld für ihr?

00:19:28: Das heißt aber ihr habt es tatsächlich dann so geschafft weil ihr dann eben aus Eigenkapital das dann alles aufgebaut habt.

00:19:35: und das macht

00:19:35: ihr jetzt seit

00:19:35: sechsundzwanzig Jahren.

00:19:37: Seit siebzen

00:19:38: Jahr.

00:19:38: Ja seit siebzehn Jahr klar.

00:19:40: Nicht

00:19:41: ganz.

00:19:41: Aber bin mir

00:19:42: sicher dass wir das auch in... auch nach sechsundzwanzig Jahren noch so waren werden.

00:19:46: Wieso habe ich das so vorgelebt bekommen?

00:19:48: Das ist ja eigentlich der Ursprünglichepunkt, ich glaube wenn dir Oma einen Fünfer zusteckt dann bist du mit dem immer ein bisschen schlutriger beim Ausgeben als wenn du die fünf Euro selber beim Regaleräumen erarbeitet hast.

00:20:00: Und genau das ist es ja am Ende.

00:20:02: Das ist zwar eine sehr vereinfachte Darstellung davon, aber mit Geld, dass ich geschenkt oder zumindest mal geliehen kriege, gehe ich nicht so sorgsam um mich mit dem Geld wo ich weiß jetzt meine eigene Arbeit dahinter gesteckt hat.

00:20:12: und ich glaube wenn man sich den Gedanken vor Augen führt dann erklärt sich auch ziemlich schnell wieso man ehrlicher mit sich selbst und auch sparsamer mit den Ressourcen als die man hatte.

00:20:20: und ich glaub Sparsamkeit mit ressourcen das ist genau das was wir hier tun müssen damit es funktioniert.

00:20:26: Ich finde es sind wirklich extrem spannende Gedanken und womöglich nimmt der eine oder andere Zuhörerin hier wirklich was mit.

00:20:35: Da hatten wir gerade nichts zu sagen, ihr habt wie viele Mitarbeiter, Mitarbeitende?

00:20:38: Ungefähr fünfzig Kolleginnen und

00:20:40: Kollegen.

00:20:41: Okay und damit darf ich das fragen euren Umsatz

00:20:46: gibt keine verbodenden Fragen.

00:20:48: waren im letzten Jahr dreieinhalb Millionen ungefähr

00:20:50: cool genau Ja, ihr habt ja auch durchaus Entscheidungen.

00:20:56: wo es wahrscheinlich darum geht schaut man jetzt mehr auf Umsatz und Wachstum oder vielleicht dann auch doch mehr auf die eigene Haltung und die Werte.

00:21:05: Hat es da schon mal sowas gegeben?

00:21:07: Und wie entscheidet ihr denn?

00:21:08: also ich denke ich kenne die Antwort aber ich frag trotzdem immer

00:21:12: Also ich glaube wenn nun das beißt sich jetzt ganz, ganz stark mit sehr vielen Weltbildern die einen hartkapitalistischen Ansatz haben.

00:21:22: Warum muss denn Wachstum immer ein Ziel sein?

00:21:26: Wir haben auch vor ein paar Jahren bewusst den Schritt eingeschlagen zu sagen wir wollen nicht größer sondern eher wieder ein bisschen kleiner werden weil es für uns im Team zu arbeiten besser funktioniert wenn wir fünfzig Kollegen und Kolleginnen haben als wenn wir hundert oder hundertzwanzig die Windelspitze mal waren haben, weil sich wieder jeder beim Namen kennt.

00:21:42: Weil wir uns alle zusammen an einen Tisch setzen können um Probleme zu besprechen und nicht mit fünf Einzelnen die alle repräsentieren sollen reden können.

00:21:50: Und das ist ja total entgegen des eigentlichen Wachstumsgedanken.

00:21:53: Das ist ja am Ende vom Tag genau das Gegenteil und trotzdem funktioniert es für uns besser.

00:22:00: Ich habe es, glaube ich in dem Beitrag wilde Wachstumsfantasien genannt.

00:22:04: Und das ist auch das was eben so viele Unternehmen hegen und das verstehe ich gar nicht weil ein Unternehmen immer noch auf Wachstem zu tremmen irgendwann muss das stoppen.

00:22:12: Das ist einfach intrinsisch.

00:22:13: So dass kann nicht immer weiter wachsen und an den Punkt werden wir nicht kommen.

00:22:17: An den Punkt wollen wir auch gar nicht kommen!

00:22:19: Hast du so ein bisschen das Gefühl, dass das auch

00:22:22: ein

00:22:22: Thema ist?

00:22:24: euch in eurer Generation von jetzt meiner Generation beispielsweise unterscheidet.

00:22:29: Weil wir sind ja mit diesem Mantra immer wieder aufgewachsen und unser Bundeskanzler ist auch wieder, also Wirtschaftswachstum ist ja über allem und egal was das Klima jetzt angeht reden wir nicht drüber sonst riech ich mich auf.

00:22:40: aber naja?

00:22:42: Ist das sowas wirklich so ein Generationen?

00:22:45: Ich glaube man muss... Also wenn wir jetzt über Wirtschaftswachtstum reden müssen schon so realistisch sein, wir haben eben das Ziel ein angemessenes stetiges Wirtschaftswachstum zu haben und es ist auch wichtig damit sich unser Staat entwickeln kann wie er sich entwickeln muss.

00:22:57: Damit wir einen soliden Sozialstaat haben auf dem einfach viele Dinge die unser Land einzigartig und liebenswert machen bauen.

00:23:04: und das ist auch gut so.

00:23:05: aber ganz bewusst verwenden diese ... verwendet man im Zusammenhang mit dem Wirtschaftswachstum halt auch das Wort angemessen.

00:23:13: Und das bedingt eben, dass man sich die Frage stellt gehe ich eben auf maximales Wachstums oder gehe ich auf wachstume Verstand?

00:23:19: und gehe ich darauf eben nicht!

00:23:22: die Maximierung an allererste Stelle zu stellen beziehungsweise die monetäre Maximierung.

00:23:26: Sehr wohl kann ich ja auch andere Dinge maximieren wie Komponente der Nachhaltigkeit, wie kann ich mich darum kümmern dass sich in meinem Zuschnitt die absolute Auslastung habe und überhaupt keinen Verschnitt mehr produziert?

00:23:37: Wie kann ich maximieren das menschliche bei uns im Unternehmen?

00:23:41: an aller erster Stelle steht, dass wir die flexibilsten Arbeitszeiten haben ,dass wir bestmögliche Gehälter zahlen können?

00:23:46: Das ist eine andere Art von Maximierung aber beim besten will keine schlechtere

00:23:50: Das ist wohl wahr.

00:23:52: Und da kommt ja eigentlich direkt dann die nächste Idee, was müsste denn deiner Meinung nach politisch passieren?

00:24:00: Damit Unternehmen, damit Unternehmen wie ihr fair und regional produzieren.

00:24:06: Ihr gebt ja auch letztendlich viel Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt heutzutage schon abgemeldet sind eine Chance wieder bei euch einzusteigen.

00:24:16: Was müsste politisch passieren, damit der strukturell gegenüber den ganzen billig importieren nicht noch weiter benachteiligt wird?

00:24:23: Genau, du sagst es eigentlich schon.

00:24:24: Ich erwarte gar nicht dass ein Produktionsstandort Deutschland Vorteile von politischer Seite auskriegt aber zumindest sollte er nicht weiter benachteiligt werden.

00:24:32: das ist glaube ich genau der spannende Punkt.

00:24:34: wenn ich mir eine EU-Verpackungsverordnung beispielsweise einfach was gerade super konkret ist anschaue dann werden dort kleine und mittelständische Unternehmen gegängelt und nicht die großen Konzerne wie Timo und Shein angegangen.

00:24:45: Und ich glaub dahin muss der politische Fokus wieder mehr rücken zu sagen Wie schaffen wir's?

00:24:49: Dass die Unternehmen dies hier machen wirklich hier machen, zumindest die gleichen Chancen haben.

00:24:55: Wir unternehmen diesen Ausland

00:24:56: machen.".

00:24:57: Weil dann hat das Land als solches schon und der Produktionsstandard hier so viele Vorteile, die schon ganz natürlich hier liegen, dass die Wege kritzt und dass die Kommunikation einfacher ist.

00:25:06: Das würde es schon reichen!

00:25:08: Kannst du konkret eine Maßnahme?

00:25:10: Was

00:25:10: heißt das konkret?

00:25:11: Naja wir müssen uns überlegen wie können wir den Produktions- standard Deutschland attraktiv halten.

00:25:16: Das heißt wie können gewissen Sektoren und Branchen nicht abwandert, müssen vielleicht beispielsweise produzierte Güte aus dem Ausland noch mal teurer im Import werden.

00:25:31: Ist ein Gedankengang Unternehmen die ihren Sitz hier haben aber woanders produzieren?

00:25:36: wie kann man daran gehen?

00:25:37: Wie kann man denen das schmackhaft machen die Produktion wieder ins eigene Land zu holen?

00:25:41: Ich glaube, das sind Ansatzpunkte die man sich anschauen muss.

00:25:44: Wie eine konkrete Maßnahme aussieht?

00:25:47: Das müssen auch Leute sagen, die am Hebel sitzen das umzusetzen.

00:25:50: aber ich glaube wenn man sich an schaut wie schaffen wir es hier wieder Arbeitsplätze zu schaffen die außerhalb des Sektors Verwaltung sind weil das ist der einzige der aktuell noch wächst was die Arbeitsplätzen angeht dann ja müssen wir dort dran arbeiten.

00:26:04: Man muss allerdings auch mal aufpassen, dass man nicht auf der anderen Seite wieder in so eine Art Protektionismus reinrutscht.

00:26:09: Die Gefahr ist dann ja auch groß.

00:26:11: aber da kann man natürlich auch einmal auf die eigene Branche gucken.

00:26:14: was müsste sich denn Modeindustrie selbst ändern, damit fair produziert nicht länger die Ausnahme.

00:26:22: Sondern im Moment hat man den Eindruck Billigmode ist scheinbar die beste Option verproduziert, das war nett und sympathisch wie wir gerade schon hatten.

00:26:29: aber was müsste sich in der Modeindustrie vom Denken her ändern?

00:26:34: Ich glaube... Das kann man applizieren auf nahezu alle Branchen.

00:26:39: Wir könnten mit der Nachfrage, mit dem Konsum den wir ja quasi global haben.

00:26:45: Könnten wir schon auch uns wieder mehr auf einzelne Produktionsregionen konzentrieren?

00:26:52: Dass wir mit europäischen Produktionen die europäische Nachfrage befriedigen, dass wir mit südostasiatischen Produktion die Südostasiatischen Nachfrage bedienen.

00:27:00: ich glaube das diese dass man sehr wohl global denken muss, um auch die Probleme dieses Globales zu sehen und zu adressieren.

00:27:07: Und trotzdem aber lokal zu handeln.

00:27:09: Das heißt eben nicht protektionistisch zu sein, aber trotzdem wieder mehr auf den eigenen Markt zu schauen, sich mehr auf der Binnenmarkt innerhalb der EU zu konzentrieren beispielsweise... Ganz konkret macht Frankreich beispielsweise einen guten Schritt mit dem Vernichtungsverbot für Mode, dass er nochmal deutlich konsequenter umgesetzt wird als es jetzt von die EU-Seiten aus eben für die gesamte EU kommt.

00:27:35: An solchen Hebeln muss man schrauben und muss es für die Konzerne schwieriger machen solche Dinge produzieren zu können auch im Anschluss solche Dinge vernichten zu können.

00:27:44: Man muss konsequent durchsetzen können das Arbeitsbedingungen und Arbeitsschutzstandards eingehalten werden können.

00:27:49: Sorry, dass Mark utopisch klingen.

00:27:51: Aber das ist nicht möglich.

00:27:52: wenn ich irgendwo auf der anderen Seite der Welt produziere Wenn ich in Frankreich verkaufe und in Bangladesh produziere dann möchte Ich sehen wie der Franzose nach Bangladesch fliegt und sich anschaut wie dort produziert wird und Arbeitsschutzstandards durchsitzt.

00:28:05: Das würde nicht passieren.

00:28:06: Und gerade deswegen müssen wir schauen Wie können wir die Produktion wieder hierher kriegen?

00:28:09: Das heißt nicht dass mir die Menschen in Bangladesche geheisen um Gottes Willen aber Dort dort müssen genauso Lösungen gefunden werden dass ein Arbeitsschütz aufgebaut und eingehalten wird.

00:28:18: aber um wieder wirklich fair und wieder wirklich sozial zu produzieren, brauchen wir eine Produktion die hier ist.

00:28:25: Übrigens hatte ich ja mal, ich weiß nicht ob ihr das kennt mit der Michelle Kujava ein Podcast.

00:28:30: Die hat die Plattform Euro gegründet mit Y-URO geschrieben.

00:28:35: Und da geht es genau darum dass solche, also in Europa produzierte Waren dort verkauft werden.

00:28:42: Und werdet vielleicht auch einen Kandidat kannst du dir ja immer anschauen?

00:28:46: Aber jetzt haben wir die Politik, jetzt haben die Modeindustrie und das ist ja das was wir persönlich dann oft gern beiseite schieben.

00:28:56: Wir als Konsumentinnen und Konsumenten haben ja durchaus auch Möglichkeiten mit unserem Geldbeutel zu entscheiden.

00:29:05: Welche Verantwortung haben wir denn zu deiner Meinung nach?

00:29:09: Wir haben den größten Hebel!

00:29:12: Wahrscheinlich auch manchmal ein bisschen bequem, wenn man sagt ja es muss erstmal die Politik gucken oder die Unternehmen ist was machen.

00:29:18: Wir können halt auch sehr viel machen ne?

00:29:20: Ich nehme mal ich finde als Beispiel immer ganz schön diese Diskussion über uns im Land in Brandes darüber wie wir mit erneuerbaren Energien weitermachen, wie wir dem Solarausbau weitermachen da kommt ja immer das Tutschlager mit dir.

00:29:31: aber erst mal musst du auf der Kinesie etwas machen Weil die verursachen doch so viel CO-Zwei.

00:29:35: Was wir aber währenddessen vergessen ist, dass in China beispielsweise der Solarausbau so schnell vorangeht wie in keinem anderen Land und die uns schon vor fünf Jahren mit dem erzeugten Solarstrom überholt haben und mittlerweile ein Vielfaches dessen was wir produzieren tun.

00:29:47: und ich glaube diese Einstellung ja bei.

00:29:49: erst mal müssen hier andern das es genau das was das große Problem ist.

00:29:52: nein wenn jeder bei sich anfängt dann haben wir zusammen den größten Hebel aller Zeiten.

00:29:56: weil wenn sich kollektiv Menschen zusammenschließen und sich dazu entschließenden Konsum bewusster zu gestalten, sich mehr darauf konzentrieren Produkte die hier produziert wurden zu konsumieren.

00:30:07: Und Produkte, die unter Bedingungen für den Planeten und für Menschen produziert werden, wurden die beiden gut tun dann ja würden wir wahnsinnig viel bewegen können.

00:30:17: und es ist definitiv bequemer zu sagen erst mal muss die Politik was machen.

00:30:21: solange habe ich mein fünf Euro Zara T-Shirt.

00:30:23: Ich könnte aber auch einfach anfangen ... in Second Hand-Laden gehen, auf Vintage schauen.

00:30:28: Bei ordentlichen Produzenten und da gibt's diverse... Da gibt es nicht nur uns meine Klamotten kaufen,... Die sind vielleicht ein groesch'n teurer, die halten aber auch dreimal so lang.

00:30:35: Und wenn man sich direkt

00:30:36: ansatzabend

00:30:37: rechnet, dann ist das T-Shirt am Ende viel günstiger!

00:30:40: Ja, und da möchte ich gerne mal wieder einmal einen lieben Freund Axel Kaiser zitieren von Dentups der in dem Podcast mit ihm gesagt hat Wir müssen einfach anfangen darüber nachzudenken was wir machen Und wenn wir das mal machen und dann schrittweise weitergehen, können wir eine ganze Menge erreichen.

00:30:57: Wir müssen einfach anfangen.

00:31:03: Läuft das Ganze.

00:31:04: Genau, du hast ja auch mit was angefangen, nämlich mit so einer Idee aus der dann die Fakafd-Jeans wurde und es ist schon ein sehr offensives Statement.

00:31:14: Was war denn so der Auslöser bei dir?

00:31:16: Dass du gesagt hast ich mache jetzt mal einen digitalen Motiv, was es da gibt tatsächlich ein Produkt.

00:31:22: Ja also grundsätzlich kam mir die Idee daher dass ich gesagt habe Ich wollte nur ein Statement dagegen machen bzw eigentlich ein Statements dafür.

00:31:30: Ich bin immer gegen Statements dagegen sondern Für Statements, die dafür sind.

00:31:35: Ein Statement dafür zu machen, dass sich Unternehmen politisch äußern müssen und damit meine ich nicht Welt die CDU-Welt, die SPD-Weld, die Grünen was auch immer sondern weltdemokratisch geht wählen.

00:31:46: Weltparteien, die unsere demokratisch freiheitliche Grundordnung nicht in Frage stellen oder im Burst Casey sogar versuchen abzuschaffen.

00:31:53: Da gibt es ja auch ein paar gute Beispiele, die das jetzt in der Vergangenheit getan haben.

00:31:56: Und ich hab mir gedacht naja auf LinkedIn brauchst du ja immer ein Bild also habe ich halt schnell eine von unseren Hosen genommen und dann halt dieses Bild da drauf geschraubt.

00:32:02: Ich hab Anfragen, Vierhundert Nachrichten oder so am nächsten Tag in meinem Postfach gehabt.

00:32:07: Wo gibt's die Hose?

00:32:07: Ich brauch diese Hose!

00:32:09: Habt ihr die Jeans im Sortiment?

00:32:10: und ich war völlig baff, weil ich nur schnell auf Photoshop was zusammengeklickt.

00:32:15: Und ja dann hast du aber halt auch wieder den großen Vorteil wenn du in Deutschland produzierst dass du schneller reagieren kannst.

00:32:20: Da habe ich meine Bandwebererei angerufen, die im tiefsten Sachsen sitzt ob du das schnell mal machen können.

00:32:26: Die waren tatsächlich sehr bereit dafür und dann haben wir das Ding hingestellt.

00:32:30: Hose und die hat sich mittlerweile vierstellig vorbestellen lassen, wurde jetzt auch schon zu sehr großen Teilen ausgeliefert.

00:32:37: Und wir haben sehr viele Leute, die sehr glücklich mit der Hose auf dem Wahlkampf nach Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern gehen.

00:32:42: Das macht mich schon sehr stolz, dass sie zumindest einen kleinen Teil dazu beitragen konnten im klaren Statement gegen die AfD zu setzen.

00:32:49: Es ist auf jeden Fall eine coole Geschichte und besonders cool finde ich jetzt das der FACK-AFD näher aus Sachsen kommt.

00:32:56: Ja!

00:32:59: Jetzt könnten ja Kritiker sagen, Mensch das ist schon wieder so eine politische Polarisierung im Marketing von Unternehmen.

00:33:07: Was wird sie darauf antworten?

00:33:10: Den Vorwurf habe ich mir oft gefallen lassen müssen und den habe ich mich auch selber gestellt.

00:33:15: Machen wir das um... Geld zu verdienen, machen wir das um Bekanntheit zu kriegen?

00:33:20: Oder machen wir es weil wir zu einem Prozent hinter der Sache stehen?

00:33:23: und wenn ich meine intrinsische Motivation anschaue.

00:33:25: Ich weiß nicht welche Motivations die Menschen an den Nähmaschinen verfolgen wahrscheinlich eine ähnliche dann machen wir dass aus tiefster Überzeugung und weil wir was verändern wollen Und ich weiß am Ende Geld damit verdient.

00:33:35: Wenn wir mit unseren Produkten Geld verdienen wollen Dann würden wir sie nicht hier machen sondern dort wo Sie alle anderen auch machen und so wie sie alle Anderen auch machen.

00:33:42: Das heißt dieser Den Vorwurf, das aus Marketinggründen zu machen, den könnte man auf Manu Mama generell replizieren und auch da würde aus meiner Sicht nicht funktionieren.

00:33:51: Weil man kann deutlich leicht an Nachhaltigkeit sich auf die Fahnen schreiben und das ganze hintenrum unterwandern.

00:33:57: Das würde mit deutlich weniger Widerstand gehen jetzt wirklich hier zu produzieren.

00:34:01: Habt ihr wegen dem Aufkleber auch kräftig Gegenwind bekommen?

00:34:07: Umsätze zurückgegangen sind, weil ihr habt ja durchaus eine Kundschaft.

00:34:11: Ihr habt Mitarbeiter, einen Lieferantenpartner und die haben ja nun mal auch alle unterschiedliche Haltungen.

00:34:16: ist da irgendwas gekommen?

00:34:18: Für meinen aus unternehmerischer Sicht wirklich überhaupt nicht.

00:34:22: ich habe weder merken können dass.

00:34:24: also wir hatten überhaupt keine Kunden die gesagt haben Ich hab immer bei euch eingekauft jetzt nicht mehr überhaupt nicht.

00:34:28: Wir haben überhaupt keine Lieferanden gehabt Die sagen mir wird euch zusammen geabelt jetzt nicht Persönlich, ich kriege halt jeden Tag irgendwelche Nachrichten.

00:34:36: Ich hoffe morgen wirst du dir überfahren oder an die Wand stellen sollt mal dich als erstes aber das... ich glaube wenn du im Internet auftrittst und so eine Botschaft verbreitet ist dann ist es nicht auszuweichen.

00:34:47: Das

00:34:48: macht das mit dir?

00:34:49: Wenig also.

00:34:52: Vielleicht bin ich zu naiv, vielleicht lasse ich es Gott sei Dank nicht weit genug an mich ran.

00:34:56: Deswegen macht's echt wenig mit mir.

00:34:57: also das zeigt mir zumindest dass ich auf einem richtigen Fahrt unterwegs bin weil ich eben genau die Leute erreiche die aktuell im noch so einer Partei irgendwie gegenüberstehen und die wählen beziehungsweise mit dem Gedanken spielen wir zu wählen und dann erreiche ich eigentlich genau die Menschen die ich erreichen möchte.

00:35:16: Kann ein Unternehmen überhaupt unpolitisch sein?

00:35:19: Also wenn wir jetzt auch die ganzen Themen, Lieferkettenlöhne, Arbeitsplätze, Ressourcenverbrauch gesellschaftliche Teilhabe was da alles mit reinspielt.

00:35:30: Kann da überhaupt ein Unternehmen am Ende unpolitisch sein?

00:35:34: Ich glaube, es gibt viele Unternehmen die unpolitisch sein können.

00:35:37: Aber wirklich leisten kann sich das eigentlich kein Unternehmen und da geht's mir gar nicht darum dass man Lobbyarbeit leisten müsste oder dass man versucht irgendwelche Menschen in politische Positionen zu hiefen, die dann nicht hingehören weil sie unternehmerische Interessen vertreten sondern das fängt genau mit solchen Statements an und es fängt damit an zu sagen wir müssen unsere Demokratie schützen, das ist der Auftrag den jedes Unternehmen haben muss.

00:36:01: Das muss die unternehmerische Verantwortung sein.

00:36:02: zu sagen ich sehe mich in der Verantwortung unser demokratisches System zu schützen aus unternehmerischer Sicht aber auch aus gesamtgesellschaftlicher Sicht weil Unternehmens sind eine Stütze der Gesellschaft und müssen es dann auch aushalten können eben solche verantwortungen wahrzunehmen.

00:36:17: vor allen Dingen weil auch viele Menschen Ich habe heute noch in der süddeutschen großen bericht über jetzt Ärzte in Sachsen-Anhalt gelesen, glaube ich, vierzehn Komma drei Prozent der Ärztin.

00:36:26: Sachseneinhalt haben Migrationshintergrund und aber in vielen Unternehmen ist es sehr ähnlich.

00:36:31: Das heißt viele Unternehmen sind ja auch genau diese Menschen angewiesen die die rechte Politik am liebsten los werden würde.

00:36:39: Insofern könnte es für viele Unternehmen extrem schwierig werden.

00:36:43: das ist ja nochmal tatsächlich ganz anders als es in den dreißiger Jahren war.

00:36:48: Und ich denke Kann es da einfach sein, dass auch so eine politische Positionierung im Grunde fast schon so eine unternehmerische Pflicht wird?

00:36:56: Ja.

00:36:57: Also ganz kurz ja wir müssen und erzählen dann nicht Argumente wie die AfD möchte den Euro ausheben.

00:37:03: Die AfD möchte die EU aushebe.

00:37:05: natürlich ist das Scheiße für die Unternehmen.

00:37:07: aber wenn wir darüber reden, dass die AfD Dinge vor hat die ganz klar gegen Menschenrechte verstoßen, die dann stehen am Ende vom Tag viel größere Probleme vor uns als als das, was das Unternehmerische sich den Unternehmen selbst schadet.

00:37:20: Und gerade deswegen auch müssen wir als Menschen die in einem Unternehmen arbeiten, die Verantwortung wahrnehmen.

00:37:26: Ja und du bezeichnest dich ja selber?

00:37:28: Als linken Unternehmer.

00:37:30: Das polarisiert sehr weil es sehr viele Menschen gibt, die der Ansicht sind dass links gleich Sozialismus ist und ich mir Karl Marx auf die Stirnt enttowieren muss.

00:37:40: aber ich würde sagen Ich bin ein linker Unternehmer Ja,

00:37:42: aber was heißt das konkret für dich?

00:37:44: Also jetzt jenseits mal von Schlagworten.

00:37:46: Was bedeutet das für dich ?

00:37:47: Das

00:37:47: heißt für mich dass wir uns bewusst werden müssen, dass Wachstum und vor allem monetäres Wachsum nicht das Ziel ist sondern dass wir Nachhaltigkeit maximieren, dass wir soziale menschlichen Gewinn maximieren Dass wir uns dafür einsetzen, dass Produktion wieder hier ist weil auch Lokalisierung ein Stück bei D-Globalisierung.

00:38:10: auch das ist links.

00:38:12: Das klingt immer so patriotisch zu sagen, wir müssen das in Deutschland machen.

00:38:15: Aber am Ende vom Tag ist es ein grundsozialer Gedank zu sagen Wir müssen hier Arbeitsplätze schaffen und das heißt nicht dass man die Menschen in anderen Ländern auf der Strecke lassen muss.

00:38:25: aber wir müssen uns auch darauf konzentrieren Dass wir es schaffen, dass Menschen hier einen Job finden.

00:38:33: darüber nachdenken, wie eine Firma strukturiert.

00:38:35: Das müssen wir uns fragen.

00:38:36: Wie können wir Mitarbeitenden auch Verantwortung geben?

00:38:39: Und zwar nicht Verantwortung im Sinne von du kriegst ein Tausender mehr im Monat und dafür bist Du jetzt Abteilungsleiter sondern Verantwortung darüber, wie die Firma in die Zukunft geht, wie ein Unternehmen in der Zukunft geht das auch Mitarbeiter damit entscheiden ja am Ende vom Tag auch zu sagen, wie können wir dafür sorgen dass es kein Gefälle zwischen ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen gibt, sondern dass das gleichgestellt ist.

00:39:05: Würdest du sagen, dass du da konform bist mit der klassischen linken Wirtschaftspolitik, die man aus dem Parteienspektrum hören würde?

00:39:16: Nie!

00:39:17: Bin ich nicht, glaube ich.

00:39:18: Das ist genau das... Ich weiß nicht was die klassische linke Wirtschaftspolitik ist weil ich glaube es gibt keine politische Strömung die so zersplittert ist wie die der Linken.

00:39:28: Es gibt ja bei diesen schönen Spruchtreffen sich zwei Linke gründen sich drei Splittergruppen und das gilt leider auch für die Ansichten auf Wirtschaft und Kapitalismus aus meiner Sicht.

00:39:38: Es gibt Menschen die sagen du kannst kein linker Unternehmer sein wenn du Arbeitgeber bist weil du damit automatisch Menschen als Arbeitsmasse siehst und sie ausbeutest.

00:39:47: Der Meinung bin ich sicher nicht, ich glaube sehr wohl dass man mit Menschen gemeinsam arbeiten kann und Leute als Kollegin nur nicht das Arbeitsmasse zählt und dafür sorgen muss die Kolleginnen unter den bestmöglichen Bedingungen arbeiten wenn niemand mehr Arbeit geben, sondern jeder nur noch Arbeit nehmen möchte.

00:40:06: Dann kommen wir zurück in den Sozialismus wo der Staat der Arbeitgeber ist und wir haben leider echt viele Beispiele gehabt die gezeigt haben dass das nicht funktioniert.

00:40:14: läuft nicht dann falls jetzt jemand sich erhofft hat dass ich der linke Unternehmer bin der den sozialismus aufruft no!

00:40:20: Das funktioniert einfach nicht.

00:40:22: Aber Kapitalismus wo da Mensch im Mittelpunkt steht und eine Betriebswirtschaftslehre die nicht mehr lehrt wie man gewinne maximal ausquetschen kann, sondern wie man eben eine menschliche Maximierung schaffen kann.

00:40:34: Das ist das wo wir hin müssen und das ist was meiner Sicht Grundlings.

00:40:37: Super!

00:40:38: Linkes Unternehmertumor ganz neu definiert finde ich hervorragend.

00:40:41: Und dann natürlich klar welche drei Regeln würdest du denn sofort ändern wenn du einen Tag lang Wirtschaftspolitik für Deutschland machen dürftest?

00:40:49: Ich hatte kürzlich schon eine Veranstaltung, wo ich auch gefragt würde.

00:40:52: Wenn ich einen Tag lang Kanzler wäre, was würd ich denn ändern?

00:40:55: Da muss man dann mal kurz daran erinnern, dass der Kanzlerin alleine gar nicht zu entscheiden darf.

00:40:58: Gott sei Dank!

00:40:59: Gerade in der jetzigen Zeit bin ich da richtig

00:41:01: froh.

00:41:01: Soll es ja Wirtschaftspolitik machen?

00:41:02: Ich soll

00:41:03: Wirtschaftsppolitik machen.

00:41:04: Ich würde definitiv diese unsägliche Geschichte abschaffen, das meine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Tag braucht.

00:41:12: Das halte ich für ganz großen Schwachsinn aus der Praxis funktioniert jetzt nicht und auch in der Theorie sehe.

00:41:19: Ich würde mich definitiv dafür einsetzen, dass wir... wie formuliere ich denn das am besten?

00:41:25: Dass Unternehmen verpflichtet sein müssen ihre Mitarbeitenden am Gewinn zu beteiligen.

00:41:32: Vielleicht findet man auch eine schöne Gesellschaftsform bei der vielleicht auch außerhalb der Genossenschaft bei der Mitarbeiter ein Stück Unternehmend mit nach Hause nehmen können.

00:41:42: Auch das finde ich eine reizvolle Idee.

00:41:45: So was haben wir noch für die dritte Regel?

00:41:49: Vielleicht kriegen wir das irgendwie hin, aber die Höchst-Arbeitszeit von vierzig Stunden in der Woche darf niemand mehr über die nächsten tausend Jahre angetatscht werden.

00:41:57: Keiner darf nach mir kommen und sagen ich gehe an die höchste Wochenarbeitszeit dran weil dafür haben sehr viele Menschen auf der Straße sehr lange gekämpft und es wäre ein Schlag ins Gesicht für all die sich das hart erarbeitete dass man so was abschaffen würde.

00:42:11: Das ist ziemlich deutlich.

00:42:12: Aber jetzt mal andersrum gefragt, gibt es denn womöglich den einen oder anderen Punkt an dem du vielleicht viel konservativer bist als man jetzt von einem einzwanzigjährigen Linkenunternehmen erwarten

00:42:23: würde?

00:42:25: Ja also ich glaube was man schon sagen muss ist beispielsweise... Ich bin ein Verfechter vom Mindestlohn und ich glaube aber auch dass man bei den Erhöhungen des Mindestlots sehr stark darauf schauen muss wieviel das für die Unternehmen leistbar.

00:42:40: Wenn die nächste Mindestlohnerhöhung in Kraft tritt, dann wird es für uns als Unternehmen sehr schwer sein.

00:42:46: Wir versuchen alle Kolleginnen gleich zu bezahlen.

00:42:49: das heißt dass wir keinerlei Abstufungen machen wie wichtig der Job innerhalb der Produktionskette ist.

00:42:54: für uns ist jeder Job dort gleich wichtig.

00:42:56: dann wird es für Unternehmen wie auch das unsere sehr schwierig, dass eins zu eins weitergeben zu können.

00:43:01: Weil ich habe auch am Eingang gesagt ein Unternehmen kann nur so viel Gehalt zahlen wie es auch Geld erwirtschaftet.

00:43:06: Ich würde wahnsinnig gerne jedem Menschen bei uns aus der Produktion fünfzig Euro die Stunde zahlen aber dafür muss sich halt im Jahr nicht dreieinhalb Millionen sondern dreizig Millionen erwirtschaften.

00:43:15: und

00:43:16: das am Ende vom Tag ist vielleicht etwas was mich schon konservativer macht zu sagen so links wie wir irgendwie mit unseren Ansichten auf Unternehmertum sein können.

00:43:26: So realistisch muss man auch sein, dass ein Unternehmen nur so viel ausgeben kann, wie es auch erwirtschaftet.

00:43:31: Aber da sind wir ja am ganz spannenden Punkt.

00:43:34: Da kann man ja jetzt den Aufruf machen an alle die sagen Ja Moment mal hier Unternehmen müssen Mindestlohn zahlen und das muss alles gut sein.

00:43:41: Ja Leute dann geht hin und kauft bei dem Unternehmen auch die Produkte Und nicht in den billig scheiß aus China, die dann sieben tausend Kilometer durch die Welt unterwegs sind.

00:43:50: Sondern kauft die Produkte in Deutschland von den Unternehmen damit die wiederum in der Lage sind vernünftige Löhne zu bezahlen.

00:43:57: und dann passt es ja wieder.

00:43:59: Die Story of my life, ich weiß nicht wie ich den Spagat machen soll.

00:44:04: Zwischen du wirst auf der einen Seite natürlich dafür gegängelt dass du für eine Hose hundertdreißig Euro verlangst und auf der anderen Seite dafür dass du keine vierzig Euro die Stunde zahlen kannst.

00:44:14: Und ich glaube das macht schon schwierig wenn die Bereitschaft nicht da ist Für Produkte das Geld auszugeben dass sie in der Entstehung kosten.

00:44:20: Ich meine wir haben auf einer Jeans Hose eben nicht die im Textil üblichen Margen von zwei oder bis dreieinhalb Prozent sondern halt zwanzig Prozent.

00:44:27: So, wenn ich halt meine Jeans eine Entstehungskosten von seventy-fünf bis achtzig Euro habe dann bleibt netto nicht mehr wahnsinnig viel übrig.

00:44:37: Ja und also aus eigener Erfahrung kann ich auch sagen die etwas bessere teurere Jeans hält tatsächlich erheblich länger.

00:44:44: Also zumindest wenn ich nicht ständig zunehme.

00:44:49: Dann

00:44:49: könnt ihr da wirklich gar nichts dafür, vielleicht ein bisschen Stretschreien bauen und dann hältst du noch ein bisschen länger.

00:44:55: aber unter dem Strich halten die wirklich länger als wenn man sich mal sagt irgendwann ach komm ich kauf mir jetzt mal so eine Billigdienst für dreißig Euro erhält hier auch ne die hält eben tatsächlich da nicht lange Farbe schnell raus verschlissen ist ja auch da ist ja wirklich eine ganze Menge dran.

00:45:09: Aber springen wir jetzt nochmal einmal ganz kurz so zehn Jahre in die Zukunft.

00:45:13: Woran würdest du dann erkennen, wenn wir jetzt mal so ... Wir denken, wir sind zehn Jahre weitermachen im Rückblick?

00:45:19: Woran wirst du erkennen dass die Nachfolge für dich wirklich gelogen ist?

00:45:24: Wenn es Manu Mama noch gibt das ist ganz einfach!

00:45:27: Wenn's Manu Mama noch gibt und wie immer noch mit unter den Prinzipien unter denen wir jetzt arbeiten, die transformieren sich zwar immer aber das Grundprinzip soziale Maximierung, nachhaltige Maximierung.

00:45:38: Solange die weiterhin im Kern des Unternehmens und dem Kern unseres Handelns stehen dann weiß ich das alles gut geklappt hat.

00:45:44: Das ist ein Lebenskampf für jeden Tag ganz einfach.

00:45:46: und dann ist das jährliche Unternehmen und Betriebsbestehen der größte Erfolg.

00:45:52: Und solange wir das weiterhin unter dem Credo, dass wir aktuelle haben machen bin ich glücklich!

00:45:58: Dann noch viele Fak AfD Jeans verkaufen.

00:46:02: Ich glaube, da wird es in den nächsten Jahren bei dem Wahlen ja noch eine Menge Möglichkeiten geben.

00:46:06: Ich hoffe ehrlich gesagt nicht, aber ich bin glücklich mit sehr viel Sorge in die Zukunft vor allem jetzt.

00:46:13: wir nehmen was ist heute der dritte?

00:46:15: Dritte neunte auf.

00:46:17: das sind wenige Tage bis wir das erste Bundesland haben könnten dass seit der BRD wieder von einer faschistischen Kraft geführt wird.

00:46:26: Ich denke nicht, dass es so weit kommt.

00:46:28: Aber ich habe letztens einen Beitrag gesehen, das ist die Wahl gibt zwischen der schweren Grippe und Bauchspeicheldrüsenkrebs weil wir eine ziemlich unsichere CDU-Regierung, Minderheitsregierung wahrscheinlich bekommen, die auch die Sachen nicht besser machten, die AfD dann wieder nur die Chance gibt weiter die Gesellschaft zu spalten.

00:46:48: also das bin ich bin auch mal gespannt was daraus kommt um was da passiert.

00:46:54: Eine Frage, ob ich noch der Name Mann um Mama.

00:46:57: Ist er durch dich gekommen?

00:46:59: Weil du gesagt hast, Mann um Mama.

00:47:02: Ehrlich?

00:47:04: Das war der Aussage, dass sich das ganz oft gesagt hatte und meine Mutter dann damals darauf kamen was ja auch malo lateinisch die Hand Das gleich bedeuten mit aus den Händen der Mütter.

00:47:16: So sind eben ganz viele unsere Produkte, weil wahnsinnig viele Menschen die keinen Job gefunden haben bei anderen Unternehmen alleinerziehend

00:47:24: sind.".

00:47:32: Diejenigen, die länger hören und meine Gäste bekommen einen Bleistift mit dem man nicht nur schreiben kann sondern den kann man dann irgendwann auch einpflanzen weil da oben so eine Samenkapsel dran ist.

00:47:42: Und da kommen lauter Hübsche vergiss mein nicht raus damit man mich eben nicht vergisst.

00:47:46: Und zu diesem Sinnstift gibt es eine Frage.

00:47:56: Kannst du dein Warum?

00:47:58: Also das was dich antreibt und jeden Morgen aufstehen lässt?

00:48:02: kannst du das in einem Satz beschreiben?

00:48:05: Weil mein Warum ist am Ende vom Tag, am Anfang vom Tag wie vom Ende vom ... Am Ende von dem Tag dass ich immer danach such möglichst viel Gerechtigkeit zu schaffen.

00:48:16: Und Gerechtigkeit heißt gerecht gegenüber unsere Umwelt,gerecht gegenüber allen Mitmenschen und auch gerecht über unserer Gesamtgesellschaft.

00:48:26: Dass wir bei Manu Mama jeden Tage ein kleines Stück Gerechtigkeiten zurückgeben können das lässt mich aufstehen in der Früh

00:48:32: Und ich muss nachfragen, es ist ein starkes Warum.

00:48:36: Aber das ist natürlich auch ein Warum an dem man durchaus auch mal scheitern kann oder?

00:48:40: Natürlich aber das Scheitern ist nicht zwangsläufig was schlechtes sondern das kann auch dafür sorgen dass sich beim nächsten Mal vielleicht noch erfolgreicher damit bin ein Stück Gerechtigkeit zurückzugeben.

00:48:52: Klar kann man daran scheitern, wenn man immer den eigenen Anspruch hat, Dinge möglichst gerecht zu machen weil du damit ja automatisch andere Dinge auf der Strecke bleiben beziehungsweise du immer an dem Scheideweg stehst.

00:49:01: gehe ich jetzt auf die Maximierung dessen möglichst gerechtszuhandeln oder gehe ich darauf beispielsweise unangenehme Entscheidungen treffen zu müssen.

00:49:12: und klar ist klassischwer

00:49:15: das heißt du gehörst zu den Menschen die das scheittern als Herausforderung betrachten und daran wachsen.

00:49:21: Und gucken, wie man es beim nächsten Mal besser machen kann?

00:49:24: Ich glaube, dass gar kein anderer Weg möglich ist.

00:49:26: Ich glaube wir werden die ersten Menschen auf der Welt die nie geschaltet werden.

00:49:31: von dem her geht's ja nicht drum nicht darum ob wir scheitern sondern wie wir schalten und wie wir damit umgehen.

00:49:37: Ja super sehr gut das ist ein Statement.

00:49:40: dann kommen wir zu den drei stellen.

00:49:42: Fragen zum Abschluss Gibt es denn manchmal Differenzen zwischen dir und deiner Mutter, die ja auch deine Chefin ist?

00:49:49: Und womöglich geht da auch Geschäft und Privat mal durcheinander oder?

00:49:53: Ja.

00:49:54: Es gibt wahnsinnig viele Differenz in mindestens dreimal täglich.

00:49:58: ich glaube wenn man mit einundzwanzig und mit mit fünfunddreißig neun Mittevierzig aneinander aneinander Gerät

00:50:08: durch das Rausschneiden nicht dass seine Mutter Ärger macht

00:50:16: Dann hat das immer irgendwie eine Reibung, weil du natürlich unterschiedliche Ansichten hast.

00:50:21: Wo willst du einen Unternehmen hinführen?

00:50:23: Wie werden wir zukunftsicher?

00:50:25: Wo setzen wir unsere Prioritäten?

00:50:26: Trotzdem haben wir gut gelernt, berufliches und privates zu trennen.

00:50:30: Und auch wenn wir uns in der Arbeit mal verkrachen für zwei Stunden dann sitzen können wir trotzdem uns zwei Stunden später auf den Kaffee treffen über andere Dinge reden und ich glaube dass ist wichtig noch funktioniert gut.

00:50:40: Das heißt, unter Weihnachtsbaum könnt ihr euch immer noch gut Geschenke geben?

00:50:44: Absolut.

00:50:45: Super!

00:50:46: Aber zweite Frage – welche Hobbys hast du so noch außerfuckhaft die Jeans zu entwickeln und bei Mann und Mama zu arbeiten?

00:50:55: Gibt es da überhaupt Zeit noch für was anderes?

00:50:57: Ich engagiere mich ja nebenbei noch politisch und dann bleibt tatsächlich ziemlich wenig Zeit.

00:51:02: Wenigstens schaffe ich nicht mehr aufs Rennrad in der Früh oder am Abend.

00:51:06: Das ist eine sportliche Bewegung als Ausgleich.

00:51:09: Ah, dann

00:51:11: fürcht ich.

00:51:12: Dann läuft wahrscheinlich meine dritte Frage, dich einig mal um lieb zu stellen so bisschen in die Lehre weil ich liebe es ja mir Buchempfehlung geben zu lassen.

00:51:19: und gibt es einen Buch was du uns dringend empfehlen würdest das wir auf jeden Fall lesen sollen?

00:51:24: Gibt's aber gerade auch etwas was du offen hast?

00:51:28: Das könnt ihr ganz böse Eigenwerbung machen für das familieninterne Buch meiner Mutter.

00:51:32: das tue ich jetzt nicht.

00:51:33: Doch

00:51:34: mach mal wie heißt denn das?

00:51:36: Das sind ja mittlerweile mehrere.

00:51:37: Aber wenn euch interessiert wie man auf die Idee kommt eine soziale Unternehmen mit so einer bescheuerten Idee zu gründen, dann ist es wunder muss man selber machen.

00:51:46: Ja das ist doch ein cooler Tipp!

00:51:48: Weil ich kenne's tatsächlich noch nicht ehrlich.

00:51:50: Dann ist es die wärmste Empfehlung.

00:51:52: Ich habe es tatsächlich selber gelesen.

00:51:53: Es hat acht Jahre gedauert bis sich meine freie Minute am Strand hatte um mir den Schinken durchzulesen.

00:52:00: aber was hat sich tatsächlich gelohnt?

00:52:01: Habe ich neue Dinge erfahren hätte ich gar nicht gedacht.

00:52:04: Ah hast du einen ganz neuen Blick auf deine Mutter bekommen oder?

00:52:06: Ja

00:52:06: klar und auf meinen eigenen Arbeitsplatz.

00:52:09: Aber das ist natürlich dann wirklich ein toller Effekt, wenn man so was da drüber auch noch mal mitnimmt.

00:52:15: Ja also guck, haben wir doch einen hervorragenden Buchtipp?

00:52:18: Gibt es das bei euch auf der Mann- und Mama-Seite?

00:52:20: oder wo bekommt man das Buch?

00:52:21: In

00:52:21: Buchhandlungen.

00:52:24: Alles

00:52:25: super.

00:52:25: Geht in den stationären Buchhandel!

00:52:29: Genau, ansonsten gibt's aber die ganzen Links natürlich in den Show Notes.

00:52:34: Ja damit sind wir am Ende von dem Podcast diesmal vom Gewinn mit Sinn.

00:52:38: ganz herzlichen Dank dass ihr dabei wart und natürlich ganz herzen dank hier mein Gast Magnus Trink weil der Nachfolgeunternehmer bei Mann O Mama Mit einer sehr klaren Haltung wie ich finde Und wie ich gerade schon gesagt habe Die links zu seinem linken Profil damit ihr mal gucken könnt was er da macht und Natürlich zur Website von Mann O mama In den show notes und vielleicht findet ihr auch das.

00:52:59: Ansonsten gucke ich mal, wo man das bekommt und werde es auf jeden Fall erwähnen.

00:53:04: Mein Name ist Jürg Schöntow von Sinnstifter Kultur und meine Mission ist es ja Unternehmen auf dem Weg zu einer sinnstiftenden und werteorientierten Unternehmenskultur zu begleiten oder eben Unternehmen vorzustellen als Best Practice die da schon hervorragend machen sowie bis heute zu hören war.

00:53:23: Denn heute gab es mal einen, wie ich finde sehr, sehr spannenden Einblick zum Thema GenZ und Nachfolge im Unternehmen.

00:53:29: Und wir haben mitgekriegt die GenZ ist gar nicht so bequem oder nicht zu bequeme für Verantwortung und sie ist außerdem dazu ziemlich klug.

00:53:39: und man nimmt Verantwortung Halt in einem System und versucht dieses System auch so zu ändern, dass es auch wieder mal in die aktuelle Zeit passt.

00:53:50: Und das ist natürlich eine ganz schöne Herausforderung.

00:53:53: und Verantwortung haben wir heute gehört beginnt offenbar nicht erst mit grauen Haaren oder wie bei mir mit gar keinen Haaren ein Titel auf der Besitzenkarte oder eben im Vorstandsposten sondern sie beginnt mit der Frage welcher Art von Wirtschaft und Gesellschaft wollen wir eigentlich mit unserem eigenen Handeln ermöglichen.

00:54:12: Und da haben wir, glaube ich heute wirklich ganz tolle Ansätze gehört und das sind ja auch.

00:54:18: was ist ja auch das, was Sinnstiftendes Unternehmertum ausmacht nämlich Verantwortung für die Gesellschaft, für die Menschen, für den Umwelt zu übernehmen.

00:54:24: Das ist Sinnstiftinges Unternehnertum.

00:54:27: Deswegen ganz herzlichen Dank an dich lieber Magnus für dieses wirklich sensationelle und inspirierende Gespräch!

00:54:33: Das hat sehr viel Spaß gemacht

00:54:36: Ganz meinerseits

00:54:37: Dann bis bald

00:54:39: Leitbild entwickeln, Werte schärfen, Visionen aufzeigen.

00:54:43: Abonniere den Podcast und du findest immer wieder den Weg zu deinem Wertekompass!

00:54:49: Gewinn

00:54:49: mit Sinn

00:54:50: von und mit Jürgen Schöntauf.

00:54:54: Erfolg ist eine Frage der Werte.

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